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XChange

XChange • Kanada 2000


Handlung

Ein Todesfall zwingt den Unternehmensberater Stuart Toffler, eine für ihn unangenehme Reise anzutreten. Sein Chef schickt ihn von New York zum Großkonzern DAM. Dessen Vorstandsvorsitzender ist einem Attentat zum Opfer gefallen. Toffler soll beim möglichen Nachfolger, dem Juniorchef, gut Wetter machen und muss dafür schnellstens an die Westküste. Möglich ist das in der kurzen Zeit nur noch mit der allerneuesten Reisemethode: Tofflers Bewusstsein tauscht mit dem eines anderen Reisewilligen aus San Francisco den Körper.

Vor seiner Rückreise stellt sich jedoch heraus, dass sein Tauschpartner nicht ist, wer er zu sein scheint. In Tofflers New Yorker Körper befindet sich jetzt ein gesuchter Terrorist namens Fisk, der auch für den Tod des DAM-Chefs verantwortlich ist. Und es kommt noch schlimmer: Der rechtmäßige und harmlose Erstbesitzer von Tofflers derzeitiger äußerer Hülle will zu sich selbst zurückkehren. Deshalb muss Toffler in einen geklonten Ersatzkörper ausweichen. Dieser künstliche Körper hält aber nur noch zwei Tage! Die für den Austausch verantwortliche XChange Company will ihn außerdem festhalten.

Toffler kann jedoch entkommen und wendet sich an eine verflossene Geliebte, die gefürchtete Verbraucheranwältin Madeleine Renard. Die kann ihn zwar schon lange nicht mehr leiden, steigt aber in den Fall ein, um so an Belastungsmaterial gegen die XChange Company zu gelangen. Um Toffler zu seinem alten Körper zu verhelfen, versuchen sie nichts weniger, als einen gefürchteten Terroristen auszutricksen, und kommen dabei einem skandalösen Firmenkomplott auf die Spur. Und die Uhr tickt ...


Foto: Concorde

Kritik

Dieser kanadische Film ist völlig zu Unrecht auf dem internationalen Markt untergegangen. Wie in den besten Romanen des Science-Fiction-Genres wird auch hier die originelle Grundidee in vielen kleinen Nebenhandlungen fortentwickelt und elegant eingeflochten. Tofflers Chef tauscht zum Beispiel gerne den Körper mit seinem Fitnesstrainer und lässt diesen dann seine Hülle in Schuss bringen, statt sich selbst anzustrengen. Bauarbeiter werden in besonders starke, künstliche Körper gesteckt. Es gibt eine florierende Sex-Szene, in der Menschen Spaß am Körpertausch haben. Vor allem hat man sich daran gewöhnt, dass niemand zu sein braucht, wer er zu sein scheint. Dies ist wahrscheinlich der einzige Film, in dem die Hauptfigur nacheinander von drei verschiedenen Darstellern verkörpert wird, was sich zudem aus der Handlung zwingend begründen lässt. Man muss sich nur einmal die Darstellerliste anschauen, um zu verstehen, was das Besondere an XChange ist.

Zur Darstellung der Idee konnte auf aufwändige Kulissen und Effekte verzichtet werden, was die Glaubwürdigkeit erhöht. Dafür faszinieren die kleinen, fliegenden Drohnen, mit denen der Terrorist seine Opfer trifft, Tofflers Hauscomputer und das Sicherheitswerkzeug, mit dem er sich aus einigen Bredouillen hilft. Dass er sich Dinge wie kugelsichere Westen, Spezial-Schneid-Draht und Ähnliches leicht besorgen und Bond-mäßig zur Anwendung bringen kann, gehört zu den weniger glaubwürdigen Elementen des Films. Das tut der Spannung und dem Tempo aber keinen Abbruch.

Wie man es bei jedem Film mit einem gewissen Budget eigentlich erwarten sollte, werden alle Teile der Handlung sorgsam vorbereitet und zu einem Ganzen zusammengefügt, das wie aus einem Guss aussieht. Die unvermeidliche Liebesgeschichte wird sehr zurückhaltend geschildert und mit gerade genug Humor gewürzt. Am Ende ist die Grundidee so gründlich ausgetestet worden, wie man es sonst nur von guter SF-Literatur kennt. XChange ist spannend, schnell, intelligent und fasziniert mit einem brillanten Plot. Wer sich die DVD holt, bekommt starke Science Fiction zu einem absoluten Spottpreis geboten. Was will man mehr?

Arno BehrendALIEN CONTACT

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Credits

Originaltitel: XChange
deutscher Titel: XChange
Land und Jahr: Kanada • 2000
Regie: Allan Moyle
Buch: Christopher Pelham
Kamera: Pierre Gill
Schnitt: Dean Balser
Musik: Andrew Lockington
Produktionsdesign: Andre Chamberland
Art Direktor: Jean-Pierre Paquet
Kostüme: Marianne Carter
Produktion: Jean Desormeaux
Marc S. Grenier
Ausführende Produzenten: Gord Haines
Denis Martel
Mark Amin
FSK ab 16 Jahre

DVD-Ausstattung

Ton: Deutsch DTS • DD 5.1 • DD 2.0 / Englisch DD 5.1 • DD 2.0
Untertitel: deutsch (ausblendbar)
Bild: 16:9 / 1:1,85
Länge:: ca. 105 Minuten
FSK ab 16 Jahre

Darsteller

Klon/Toffler 3: Stephen Baldwin
Madeleine Renard: Pascale Bussières
Toffler/Fisk 2: Kim Coates
Fisk/Toffler 2: Kyle Maclachlan
Mr. Finerman: Tom Rack
Dickerson: Arnold Pinnock
Quayle Scott: Charles Powell
Lister: Judah Katz
Rix: Sean Devine
Alison De Waay: Janet Kidder
Walt Simons: Larry Day
Chan: Andreas Apergis
Gloria 2: Lisa Bronwyn Moore
Propania: Jane Heitmeyer
Gloria 1: Amy Sloan
Ralpha: Emma Campbell
Detetective Moore: Frank Fontaine
Eisner Scott: Scott Denton
Darin/Lister 2: Randy Thomas

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