Lexikon

Batman

Amerikanischer Comic- und Filmheld

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Die Figur des Rächers im Fledermauskostüm wurde 1939 vom amerikanischen Comiczeichner Bob Kane in Zusammenarbeit mit seinem Partner Bill Finger erfunden. Kanes Antwort auf den ein Jahr zuvor erschienenen Superman erlebte sein Debüt bereits im Mai 1939 in der Reihe Detective Comics. Mit seinem Batmobil und dem jugendlichen Helfer Robin, der seit April 1940 dabei ist, kämpft Bruce Wayne alias Batman gegen Catwoman, Penguin, Riddler, Egghead und andere Verbrecher, die ihr Unwesen in der düsteren Metropole Gotham City treiben.

In den vierziger Jahren wurde Batman zum Held einer Radioserie und den zwei Kinoserials The Batman (USA 1943) mit Lewis Wilson und Batman and Robin (USA 1949) mit Robert Lowery als »Caped Crusader«. Ende der sechziger Jahre entstand die skurrile Fernsehserie Batman (USA 1966-68), die vom 12. Januar 1966 bis zum 14. März 1968 im amerikanischen Fernsehen lief und sich bald zu einem Kultklassiker entwickelte. Neben Adam West in der Titelrolle spielen Burt Ward als Robin, Alan Napier als Butler Alfred und Yvonne Craig als Batgirl. Die Bösewichter wurden durch eine illustre Riege von Gaststars verkörpert, von Julie Newmar als Catwoman, Michael Rennie als Sandman, Cesar Romero als Joker bis Burgess Meredith als Penguin. Mit der gleichen Stammbesetzung wurde parallel ein Spielfilm mit dem Titel Batman (Batman hält die Welt in Atem) produziert, der im Sommer 1966 ins Kino kam.

Bob Kane stellte 1966 die Arbeit an der Comicserie ein, worauf die Figur des Batman in der Hand neuer Zeichner viel von ihrer ursprünglichen Ernsthaftigkeit verlor und sich zum albernen Comichelden wandelte. Auch die Zeichentrick-Fernsehserien wie Batman-Superman Hour, Super Friends und The New Adventures of Batman, die in den Folgejahren produziert wurden, zielten in erster Linie auf ein kindliches Publikum.

Die große Renaissance des Rächers begann 1986, als der junge Zeichner Frank Miller 1986 eine neue Comicserie unter dem Titel The Return of the Dark Knight schuf. Kurz darauf startete unter der Regie von Tim Burton eine Reihe von aufwendigen und sehr erfolgreichen Neuverfilmungen für das Kino. In den ersten zwei Filmen der Reihe, Batman (Batman • USA 1989) und Batmans Rückkehr (Batman Returns • USA 1992), tritt Michael Keaton in der Hauptrolle auf. Die Schurkenrollen spielen Jack Nicholson als Joker, Danny de Vito als Pinguin und Michelle Pfeiffer als Catwoman. Anschließend produzierte Burton die TV-Zeichentrickserie Batman: The Animated Series (Batman • USA 1993-95), die in eindrucksvoll düsteren Farben gezeichnet wurde. Danach übernahm Joel Schumacher die Regie der Kinofilme und ließ in Batman Forever (Batman Forever • USA 1995) Val Kilmer als Batman und Tommy Lee Jones als Riddler aufeinander los. Im vierten Spektakel Batman & Robin (Batman & Robin • USA 1997) steckte mit George Clooney wieder ein neues Gesicht unter der Fledermaus-Maske. In weiteren Rollen sind Chris O’Donnell als Robin, Alicia Silverstone als Batgirl, Arnold Schwarzenegger als Mr. Freeze und Uma Thurman als Poison Ivy zu sehen.

Bernhard Kempen


Foto: ZDF
Siehe auch
Film: Batman Begins (Batman Begins • USA 2005)
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