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| Seit einiger Zeit erscheint Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift QUARBER MERKUR nun als Paperback beim
EDFC. Diese Veränderung hat dem Magazin gutgetan, denn durch das neue Format (A5 statt
A4) und Layout ist es nicht nur lesefreudlicher, sondern enthält im Gegensatz zu früher
auch zahlreiche Illustrationen. Inhaltlich hat sich jedoch wenig geändert. Die Beiträge sind auf einem sehr hohen Niveau, durch die Spezialisierung und den teilweise recht akademischen Stil jedoch nicht jedermanns Sache. Franz Rottensteiner bringt nach wie vor akademische Arbeiten zur phantastischen Literatur, die sonst für viele Leser unauffindbar in Universitätsbibliotheken Staub ansetzten würden. Die Ausgabe 88 präsentiert längere Texte wie »Dem Wunderbaren auf der Spur. Besonderheiten phantastischen Erzählens bei Algernon Blackwood«, »Die verborgene Doppeldeutigkeit der Wirklichkeit. Zur Konzeption des Gespenstischen bei J. Sheridan Le Fanu« oder »Die Gothic Novel - Der englische Schauerroman. Das Konzept von Unschuld und Schuld im englischen Schauerroman von M. G. Lewis: The Monk (1796) und Ann Radcliffe: The Italian (1797) - Teil 2« sowie eine ausführliche Rezension und amüsante Analyse des Rowan-Zyklus von Anne McCaffrey. Besonders interessant ist die 40 Seiten umfassende Rubrik »Der Seziertisch«, die in dieser Ausgabe über 30 ausführliche Rezensionen enthält und auf viele sehr interessante Bücher aufmerksam macht, die man für gewöhnlich nicht in den Taschenbuchregalen der Buchhandlungen findet. Für ernsthaft an literarischen Aspekten der Phantastik Interessierte ist der Quarber Merkur ein Muß, auch wenn die Lektüre zuweilen durch anspruchsvolle Formulierungen etwas anstregend werden kann. |
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