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Alien Contact Personen-Lexikon |
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| Lloyd Biggle, geboren 1923 in
Waterloo/Iowa, schlug zunächst die militärische Laufbahn ein und war bis 1946 in Europa
stationiert. Nach dem Ausscheiden aus der US-Army schloss er sein Musikstudium mit der
Promotion ab und arbeitete als Musiklehrer und Komponist. Die Musik stellt eine der
prägenden Erfahrungen seines Lebens dar und hatte großen Einfluss auf sein literarisches
Werk. Seit 1954 war Biggle als Schriftsteller tätig, insbesondere auf dem Gebiet der Unterhaltungsliteratur. Seine Kriminalgeschichten erschienen v. a. im ELLERY QUEEN'S MYSTERY MAGAZINE. 1956 debütierte er mit der Story »Gypped« auch als Science-Fiction-Autor, 1959 folgte sein erster SF-Roman, The Angry Espers (dt. Invasion der Supermenschen) als Magazinabdruck. Lloyd Biggles Science-Fiction-Werk umfasst etwa ein Dutzend Romane und Erzählungsbände, von denen die meisten ins Deutsche übersetzt wurden. Vier der Romane bilden den locker verknüpften Jan-Darzek-Zyklus. Sein unbestrittenes Lieblingsthema war die Musik. Man kann darin seinen Hauptverdienst um das SF-Genre sehen, denn ansonsten gilt die Science Fiction ja nicht zu unrecht als unmusisch. Neben einzelnen Kurzgeschichten (wie etwa der Debütstory), kommt das insbesondere in den zusammenhängenden Romanen The Still, Small Voice of Trumpets (1968, dt. Fanfaren der Freiheit) und The World Menders (1971, dt. Die Weltverbesserer) zum Tragen. Technische Elemente fungieren bei Biggle eher als notwendiger Hintergrund für menschliche Schicksale. In den Romanen The Light That Never Was (1972, dt. Planet des Lichts) und Monument (1974, dt. Monument für ein Genie) nimmt er die Bewohner anscheinend rückständiger Kulturwelten vor der Vereinnahmung durch Kolonisatoren in Schutz. Bodenständige Themen beinhalten auch die Romane All the Colors of Darkness (1963, dt. Für Menschen verboten) mit einer Transmitter-Technologie und Watchers of the Dark (1966, dt. Wächer der Dunkelheit) mit den obligatorischen PSI-Fähigkeiten. Seit den 80er Jahren wurde es ruhig um den SF-Autor Lloyd Biggle. Obwohl er ein produktiver und versierter Schriftsteller war, konnte er bei keinem der bekannten SF-Preise punkten. Einzig die Story »Monument«, die er später zu dem gleichnamigen Roman ausbaute, wurde für den Hugo Award nominiert. So zählt er heute zu den lediglich noch Insidern bekannten Altmeistern der Science Fiction. Lloyd Biggle jr. starb am 12. September 2002. |