| Johanna und Günter Braun gehörten zu den prominentesten
Science-Fiction-Autoren der DDR. Johanna wurde 1929 in Magdeburg, Günter 1928 in Wismar
geboren. Beide sind seit 1954 freischaffende Schriftsteller, zuerst veröffentlichten sie
Jugendbücher, Krimis und historische Romane, dann ab 1972 fast ausschließlich SF. Ihr
Werk kann man schwerlich als typische Science
Fiction bezeichnen, was vielleicht auch der Grund dafür ist, daß sie zu den wenigen
DDR-Autoren gehörten, die beim Suhrkamp-Verlag veröffentlicht wurden, und das bereits
Anfang der achtziger Jahre. Zu ihren wichtigsten Büchern gehören Der Irrtum des
Großen Zauberers (1972, Das Neue Berlin), Unheimliche Erscheinungsformen auf
Omega XI (1974, Das Neue Berlin), Conviva Ludibundus (1978, Das Neue
Berlin), Der Utofant (1981, Das Neue Berlin) und die Pantamann-Trilogie
(1988-1991, Das Neue Berlin). 1991 erschien bei Suhrkamp unter dem Titel Professor
Mittelzwercks Geschöpfe eine Art Medley ihrer besten Erzählungen, wobei sie als
Sahnehäubchen noch das Essay »Sich in Übereinstimmung bringen« drauflegten. 1998
schließlich erschien die bislang letzte Braun'sche Collection, Herr A. Morph,
die Neugier und Altersweisheit in bemerkenswerter Weise vereint. |