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Wissenschaftler und Fanautor | Science-Fiction-Schriftsteller | Bestsellerautor | Ehrungen und Fortsetzungen | Resümee
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Alien Contact Personen-Lexikon |
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| Name: Arthur Charles Clarke Alias: Arthur C. Clarke Pseudonyme: Charles Willis, E. G. O'Brien Geboren: 16.12.1917 in Minehead/England |
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Wissenschaftler und FanautorArthur C. Clarke wurde in der Grafschaft Somerset im Südwesten Englands geboren. Von 1927 bis 1936 besuchte er die Huish's Grammar School in Taunton/Somerset und las bereits als Jugendlicher die Werke von H. G. Wells und Olaf Stapledon. Nach der Schule ging 1936 nach London und arbeitete dort zunächst im Staatsdienst. 1941 trat er als Radaroffizier in die Royal Air Force ein. 1945 veröffentlichte er eine Studie über die Möglichkeiten der Satellitenkommunikation im geostationären Orbit. Von 1946 bis 1948 studierte er Mathematik und Physik am Londoner King's College. In den Jahren 1946-47 und 1950-53 war er Vorsitzender der British Interplanetary Society, der er seit 1934 angehörte - für die damalige Öffentlichkeit ein Verein von Spinnern, die an die Möglichkeit der Weltraumfahrt glaubten. Seit 1937 schrieb er Science-Fiction-Storys für Fanzines, seine erste professionelle Veröffentlichung war »Loophole« in Astounding Science Fiction 44/46, und einen Monat später bekam er für »Rescue Party« in ASF 45/46 erstmals ein Honorar. 1948 erschien sein erster Roman Against the Fall of Night, an dem er seit 1937 geschrieben hatte, in der Zeitschrift Startling Stories 11/48 - die erweiterte Buchausgabe kam acht Jahre später als Die sieben Sonnen (The City and the Stars 1958) heraus. Ab 1949 war er ein Jahr lang Redakteur der Zeitschrift Science Abstracts, und 1950 machte er sich als freier Schriftsteller selbständig. In diesem Jahr war er außerdem als Berater für die Comicserie Dan Dare - Pilot of the Future tätig. |
![]() Foto: Sierra |
Science-Fiction-SchriftstellerMit seinen nächsten Romanen und Storys konnte er sich bald als visionärer Science-Fiction-Autor etablieren. Er brachte die Titel Aufbruch zu den Sternen (Prelude to Space 1951) Projekt: Morgenröte (The Sands of Mars 1951) und Inseln im All (Islands in the Sky 1952) heraus. Auch mit einigen seiner Kurzgeschichten wie »Die neun Milliarden Namen Gottes« (»The Nine Billion Names of God« 1953) oder »Der Stern« (»The Star« 1955) erregte er großes Aufsehen. Im August 1953 erschien dann Clarkes Bestseller Die letzte Generation (Childhood's End 1953), von dem bereits in den ersten zwei Wochen über 200.000 Exemplare verkauft wurden. In diesem Roman erreicht die Menschheit durch eine außerirdische Invasion ein höheres Entwicklungsstadium. Clarkes Interessen galten nicht nur dem Weltraum, sondern auch der Meeresforschung, so schrieb der leidenschaftliche Taucher den Roman In den Tiefen des Meeres (The Deep Range 1954), in dem das Leben in einer Unterwasserfarm geschildert wird. 1953 heiratete er die Amerikanerin Marilyn Torgenson, die er bei einer Tauchexkursion in Florida kennengelernt hatte, doch die Ehe war bereits nach einem halben Jahr gescheitert. In den fünfziger Jahren war er auch vor den Küsten von Sri Lanka (damals Ceylon) getaucht und ließ sich 1956 dauerhaft auf der Insel nieder. Bis heute lebt er in einem großen Haus in Colombo, wo er viele prominente Gäste empfing, zum Beispiel Wernher von Braun, mit dem er gemeinsame Tauchgänge unternahm. In den sechzigern Jahren erschienen Im Mondstaub versunken (A Fall of Moondust 1961) und der Jugendroman Die Delphininsel (Dolphin Island 1963), doch ansonsten schrieb Clarke nun vorwiegend Sachbücher über die Meeres- und Weltraumforschung. Für seine populärwissenschaftliche Arbeit erhielt er 1962 den Kalinga-Preis der UNESCO. |
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Bestsellerautor1964 wandte sich der amerikanische Regisseur Stanley Kubrick an Arthur C. Clarke, weil er einen Science-Fiction-Film drehen wollte. Clarke schlug als Grundlage seine Kurzgeschichte »Der Wachtposten« (»The Sentinel« 1951) vor und verfaßte einige Treatments, die Kubrick in das Drehbuch für 2001: Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey GB 1968) einfließen ließ, während Clarke gleichzeitig die Romanfassung 2001 - Odyssee im Weltraum (2001: A Space Odyssey 1968) schrieb. Dadurch wurde der SF-Autor schlagartig einem größeren Publikum bekannt - um 1980 waren bereits über zwei Millionen Exemplare verkauft - und er wurde gemeinsam mit dem Regisseur für den Oscar nominiert. Clarkes Buch 2001 - Aufbruch zu verlorenen Welten (The Lost Worlds of 2001 1972) gibt einen guten Einblick in seine Arbeit an Film und Roman. Nachdem sich Clarke nun endgültig als Weltraumexperte etabliert hatte, durfte er für den Fernsehsender CBS gemeinsam mit Walter Cronkite und Walter Schirra die Übertragungen der Apollo-Missionen 11, 12 und 15 in den Jahren 1969-71 kommentieren. In den siebziger Jahren feierte er dann mit dem Roman Rendezvous mit 31/439 (Rendezvous with Rama 1973), für den er einen beträchtlichen Vorschuß aushandeln konnte, ein großartiges Comeback als SF-Autor. Der Roman wurde mit sämtlichen wichtigen SF-Preisen ausgezeichnet und sogar nach Rußland verkauft. Auch die Titel Mackenzie kehrt zur Erde heim (Imperial Earth 1975) und Fahrstuhl zu den Sternen (The Fountains of Paradise 1979) wurden zu Bestsellern. |
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Ehrungen und FortsetzungenIn den achtziger Jahren wurde Clarke wegen seiner grundlegenden Arbeit zur geostationären Satellitenkommunikation mit Auszeichnungen überschüttet - 1982 mit der Marconi International Fellowship, einer Goldmedaille des Franklin Institute, der Vikram-Sarabhai-Professur des Physical Research Laboratory in Ahmedabad, dem Lindbergh Award und einer Fellowship des King's College in London, wo er in den vierziger Jahren studierte hatte. Neben der British Interplanetary Society war er Mitglied der International Academy of Astronautics und der Royal Astronomical Society sowie vieler weiterer wissenschaftlicher Organisationen. Clarke setzte sich für die friedliche Nutzung des Weltraums und gegen Ronald Reagans »Star-Wars«-Pläne mit dem SDI-Projekt ein. Nach einem Besuch in der Sowjetunion schrieb er den Roman Odyssee 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010: Odyssey Two 1982), in dem ein russisch-amerikanisches Weltraumteam nach der verschollenen 2001-Expedition sucht. Das Buch wurde von Regisseur Peter Hyams als 2010 - Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen (2010 USA 1984) verfilmt. Später setzte Clarke die Odyssey-Serie mit den Romanen 2061: Odyssee III (2061: Odyssey Three 1988) und 3001 - Die letzte Odyssee (3001 - The Final Odyssey 1997), den er gemeinsam mit Gentry Lee schrieb, fort. Seit Mitte der achtziger Jahre leidet Clarke unter einer Nervenkrankheit und tritt kaum noch in der Öffentlichkeit auf, sondern konzentrierte sich ganz auf die Arbeit an Büchern wie Das Lied der fernen Erde (The Songs of Distant Earth 1985) oder die Autobiographie Astounding Days: A Science Fictional Autobiography (1989). Zum Teil aus gesundheitlichen Gründen arbeitet er seine Ideen immer seltener selbst aus, sondern läßt sie von anderen Autoren auf Romanumfang bringen. Mit seinem Co-Autor Gentry Lee schrieb er die Rama-Fortsetzungen Rendezvous mit Übermorgen (Rama II 1989), Die nächste Begegnung (The Garden of Rama 1991) und Nodus (Rama Revealed 1993) und betreute die Entwicklung des Rama-Computerspiels Rendezvous im Weltraum. Außerdem moderierte Clarke für den Discovery Channel die Fernsehreihen Arthur C. Clarke's World of Strange Powers (USA 1989), Arthur C. Clarke's Mysterious World (USA 1992) und Arthur C. Clarke's Mysterious Universe (USA 1994). |
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ResümeeClarke schrieb über 60 Bücher, von denen über 50 Millionen Exemplare verkauft wurden, und erhielt zahllose Preise. Seine Themen sind naturwissenschaftlich orientiert, während er gleichzeitig einen Hang zur Mystik und zu religiösen Themen hat. Sein Stil ist gelegentlich etwas holprig, Spannung entwickelt er aus verblüffenden Ideen und weniger aus den handelnden Personen. Er versteht es meisterhaft, wissenschaftliche Konzepte anschaulich zu vermitteln, aber auch viele seiner Romane sind durch diesen populärwissenschaftlichen Stil geprägt. |