ALIEN CONTACT

Greg Egan

Australischer Schriftsteller (*1961)

Science Fiction > Alien Contact
Personen-Lexikon
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Der australische Schriftsteller Greg Egan wurde 1961 in Perth/Australien geboren. Eine Zeitlang drehte er kostspielige Amateurfilme, während er an der University of Western Australia seinen Batchelor of Science in Mathematik machte. Danach wurde er an die Australian Film and Television School in Sydney aufgenommen, hielt es dort allerdings nur ein paar Wochen aus. 1983 veröffentlichte ein australischer Verlag seinen ersten Roman An Unusual Angle (der nie wieder nachgedruckt wurde, weil Egan ihn heute als »Jugendsünde« betrachtet) und begann als Softwareprogrammierer für ein medizinisches Forschungsinstitut in Sydney zu arbeiten. 1987 ging er nach Perth zurück und hielt sich abwechselnd mit Programmieraufträgen und Schreiben über Wasser. Nachdem er sich im Verlauf der achtziger Jahre mit Kurzgeschichten in Interzone und Isaac Asimov's Science Fiction Magazine profilierte, gelang ihm 1992 mit dem Roman Quarantäne der Durchbruch als ernstzunehmender Science-Fiction-Autor mit einem besonderen Faible für komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge. Seitdem arbeitet Egan hauptberuflich als Schriftsteller.

Nachdem er mit Quarantäne (Quarantine • 1992) eine fulminante quantenphysikalische Detektivgeschichte vorgelegt hatte, erkundete er in CyberCity (Permutation City • 1994) die Möglichkeiten virtueller Welten und Künstlicher Intelligenz. Qual (Distress • 1995) behandelt die Ursache einer rätselhaften Erkrankung und ihren Zusammenhang mit der Entstehung des Universums - und stellt den Höhepunkt seiner »subjektiven Kosmologie« dar, wie Egan sein literarisches Hauptthema bezeichnet hat. Der Roman Diaspora (Diaspora • 1997) steht eher in der Tradition von Olaf Stapledon und stößt in die fernste Zukunft der Menschheit und in mehrdimensionale Universen vor. Mit Teranesia (Teranesia, 1999) kehrte der Autor auf die Erde zurück und erzählte die Geschichte einer seltsamen Evolution auf einer Tropeninsel. Sein nächstes Werk trägt den Titel Schild’s Ladder.

Greg Egan wurde mit dem John W. Campbell Memorial Award ausgezeichnet. Seine mehrfach preisgekrönten Kurzgeschichten erschienen in den Bänden Our Lady of Chernobyl (1995), Axiomatic (1995) und Luminous (1998) und in deutscher Übersetzung in diversen Anthologien.

Bernhard Kempen

Greg Egan erhielt den Kurd Laßwitz Preis für:
Qual (Distress • 1995) • Bester ausländischer Roman 1999
Kurd Laßwitz Preis
Siehe auch
Interview: »Subjektive Kosmologie« - Interview mit Greg Egan
Romanauszug: Greg Egan, Diaspora (Diaspora, 1997) Kapitel 15
Romanauszug: Greg Egan, Qual (Distress, 1995) Kapitel 1
Homepage: http://www.netspace.net.au/~gregegan/index.html
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