| Nachdem Jeff Goldblum schon an
der High-School Theater gespielt hatte, ging er mit 17 Jahren nach New York, wo er bei
Sanford Meisner am Neighborhood Playhouse Schauspielunterricht nahm. Bereits ein Jahr
später war er am Broadway im Stück Two Gentlemen from Verona zu sehen. Seine
erste Filmrolle spielte der 1,93 Meter große Mime als einer der Vergewaltiger in Ein
Mann sieht rot (Death Wish, 1974) mit Charles Bronson. Größere Bekanntheit
erlangte er durch eine Rolle in Robert Altmans Nashville (Nashville,
1975). Sein Auftritt in der kurzlebigen TV-Detektiv-Serie Die Schnüffler (Tenspeed
and Brown Shoes, 1980) als geschniegelter Kollege von Ben Vereen brachte ihm einen
Achtungserfolg ein, mit dem er jedoch keine Fernsehkarriere begründen konnte. Sein
Durchbruch kam mit der Hauptrolle in John Landis' Kopfüber in die Nacht (Into
the Night, 1985). Neben komischen Rollen spielte er auch ernste Charaktere wie in
David Cronenbergs Die Fliege (The Fly, 1986). Im Kassenschlager Jurassic Park (Jurassic
Park, 1993) und in der Fortsetzung Vergessene
Welt: Jurassic Park (The Lost World - Jurassic Park, 1997) war Goldblum
als Chaostheoretiker Ian Malcom zu sehen, während er dazwischen als Computerexperte im
nicht weniger erfolgreichen UFO-Spektakel Independence Day (Independence
Day, 1996) von Roland Emmerich
auftrat. Der Kurzfilm Little Surprises (1995), bei dem Goldblum erstmals selbst
Regie führte, wurde für den Oscar nominiert. Goldblum war von 1987 bis 1990 mit der
Schauspielerin Geena Davis verheiratet und hatte danach eine Affäre mit seiner Kollegin Laura Dern, der er bei den Dreharbeiten zu Vergessene Welt
nähergekommen war.
Bernhard
Kempen
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