Personen-Lexikon

Kai Meyer

Deutscher Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor (*1969)

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Der in Lübeck geborene Kai Meyer, schrieb 1988-1991 Artikel und Kolumnen für die UFA-FILMILLUSTRIERTE, MOVIESTAR und die Enzyklopädie des phantastischen Films, studierte von 1990 bis 1992 Film- und Fernsehwissenschaften in Bochum, arbeitete danach bis 1995 für die Zeitung EXPRESS und lebt seither als freier Schriftsteller in der Nähe von Köln.

Vor seinem Durchbruch mit dem historisch-phantastischen Thriller Die Geisterseher (1995, die Brüder Grimm auf der Jagd nach dem Mörder Schillers) verfaßte er einige Heftromane für die Serien »Mitternachts-Roman« - zwei davon sind in Giebelschatten (1998) nachgedruckt worden -, Jerry Cotten und andere sowie den True-Crime-Roman Der Kreuzworträtsel-Mörder (1993) und den Thriller Schweigenetz (1994). Mit Der Rattenzauber (1995, über den Rattenfänger von Hameln), Der Schattenesser (1996, über den Golem von Prag) und Die Winterprinzessin (1997; Fortsetzung der Geisterseher) etablierte er sich endgültig als erfolgreicher Romanautor, dem es gelingt, ein breites Publikum von Phantastik-Fans und vor allem von Freunden historischer Romane zu faszinieren.

Auf die ersten beiden Bände einer Faustus-Trilogie - Der Engelspakt und Der Traumvater (beide 1996) folgte der Science-Fiction-Roman HEX - Der UFO-Roman (1997; als Alexander Nix). Für den Econ Verlag hat Kai Meyer die neunbändige Nibelungen-Reihe konzipiert und - nachdem einige Autoren ihre Zusagen widerriefen - auch vier der Romane geschrieben: Der Rabengott (1997), Das Drachenlied (1997; als Alexander Nix), Die Hexenkönigin (1997; als Alexander Nix) und Der Zwergenkrieg (1998; als Alexander Nix).

Inzwischen ist Kai Meyer beim Heyne Verlag unter Vertrag, wo die phantastische Familiensaga Die Alchimistin (1998) mit großem Erfolg veröffentlicht wurde, gefolgt von dem kürzeren romantischen Roman Das Gelübde (1998; illustriert von Dieter Jüdt), einer Episode aus dem Leben des Schriftstellers Clemens Brentano. Nebenbei findet er noch Zeit für andere Projekte wie die phantastische Neuerzählung einer rheinischen Legende Loreley (1998; als Alexander Nix) und die Jugendbuchserie Sieben Siegel (Die Rückkehr des Hexenmeisters und Der Schwarze Storch, beide 1998), die mit halbjährlich zwei Bänden fortgesetzt wird.

Kai Meyer ist einer der wenigen deutschsprachigen Autoren der Gegenwart, die handwerkliches Geschick und ein ausgeprägtes Erzähltalent miteinander verbinden. Diese Fähigkeiten haben in letzter Zeit auch zu einigen Drehbuchaufträgen - nach eigenen und fremden Vorlagen - geführt. Kai Meyers großer Erfolg bei einem breiten Publikum und die Veröffentlichung seiner Bücher außerhalb der Science-Fiction- und Fantasy-Reihen hatte ironischerweise zur Folge, daß er vom Genrepublikum nur ansatzweise wahrgenommen wird - was sich hoffentlich in absehbarer Zeit ändert.

Hannes Riffel


Foto: Ufo Buchhandlung
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