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| Name: Irwin Allen Geboren: 12.6.1916 in New York Gestorben: 2.11.1991 in Santa Monica/Kalifornien |
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Nach dem Studium der
Publizistik und Werbung an der Columbia University ging Allen 1938 als Redakteur des
Magazins KEY nach Hollywood. Ein Jahr später war er Autor, Produzent und
Regisseur einer Radio-Show des Senders KLAC, die bis 1950 auf Sendung war. Gleichzeitig
schrieb er eine regelmäßige Kolumne für Atlas Feature Syndicate, die von
vielen Zeitungen der ganzen Welt abgedruckt wurde. 1944 wurde er literarischer Agent und
vermittelte Autoren wie Fanny Hurst, P. G. Wodehouse oder Ben Hecht an Film- und
Radiogesellschaften.Zu Anfang der fünfziger Jahre drehte er für die Filmfirma RKO einige Naturfilme. Für die Dokumentation The Sea Around Us (Geheimnisse des Meeres USA 1953) nach einem Buch von Rachel Carson erhielt er einen Oscar. Nach diesem ersten Erfolg als Regisseur konzentrierte Allen sich ganz auf die Filmproduktion, gründete eine eigene Firma namens Windsor Productions und drehte zwei Filme für Warner Brothers. Für die Dokumentation Die Tierwelt ruft (The Animal World USA 1956) ließ er eine zehnminütige Dinosauriersequenz von Willis O'Brien und Ray Harryhausen in Stop Motion animieren. In The Story of Mankind (USA 1957) treten zahlreiche Stars wie Vincent Price, die Marx Brothers, Hedy Lamarr, Cedric Hardwicke, John Carradine und Peter Lorre auf, während Gott und der Teufel über die Menschheit Gericht halten und Szenen aus Geschichte und Vorgeschichte eingespielt werden. Kurz darauf begann Allens langjährige Zusammenarbeit mit der Twentieth Century-Fox. Die Firma hatte gerade Die Reise zum Mittelpunkt der Erde (Journey to the Center of the Earth USA 1959) nach dem Roman von Jules Verne herausgebracht und gab Allen grünes Licht für seine Neuverfilmung des Stummfilmklassikers Die verlorene Welt (The Lost World USA 1925) nach Arthur Conan Doyle, die unter dem Titel Versunkene Welt (The Lost World USA 1960) in die Kinos kam. In den folgenden Jahren wurde es zu Irwin Allens Markenzeichen, sein Filmarchiv kostensparend einzusetzen und nicht nur die Saurierszenen aus Versunkene Welt für immer neue Film- und Fernsehproduktionen wiederzuverwerten. Sein Spielfilm Unternehmen Feuergürtel (Voyage to the Bottom of the Sea USA 1962), in dem das U-Boot »Seaview« die Erde vor einer Gefahr aus dem Weltraum rettet, wurde zur Basis für die Fernsehserie Mission Seaview (Voyage to the Bottom of the Sea USA 1964-68), in der die Saurier aus Versunkene Welt in einigen Folgen ihr erstes Comeback feiern. In den sechziger Jahren trat Allen in erster Linie als Produzent von weiteren phantastischen TV-Serien auf. Es folgten die Weltraumodyssee Verschollen zwischen fremden Welten (Lost in Space USA 1965-68), die Zeitreiseabenteur im Time Tunnel (The Time Tunnel USA 1966-67), dann Planet der Giganten (Land of the Giants USA 1968-70) und Die Schweizer Familie Robinson (The Swiss Family Robinson USA 1975-76). Von den Science-Fiction-Projekten Um 9 Uhr geht die Erde unter (City Beneath the Sea USA 1971) und The Time Travelers (USA 1976) wurden nur die Pilotfilme realisiert. Doch während Allens Ideen für das Fernsehen der siebziger Jahre nicht mehr zugkräftig genug waren, erlebte er gleichzeitig einen neuen Aufschwung im Kino. Mit Katastrophenthrillern wie Die Höllenfahrt der Poseidon (The Poseidon Adventure USA 1972) und dem Feuerspektakel Flammendes Inferno (The Towering Inferno USA 1974), das er zusammen mit John Guillermin inszenierte, kehrte er kurzfristig auf die große Leinwand zurück. Seine nächste Kinoproduktion, der Killerbienenfilm Der tödliche Schwarm (The Swarm USA 1978) wurde ein Flop. Die dreiteilige Kurzserie The Return of Captain Nemo mit José Ferrer in der Titelrolle wurde später zu Abenteuer in Atlantis (The Amazing Captain Nemo USA 1978) zusammengeschnitten. Mit TV-Produktionen wie Hanging By a Thread (USA 1979), Beyond the Poseidon Inferno (USA 1979) und The Day the World Ended (USA 1979) ließ er die Katastrophenwelle ausklingen. Allens letzte Produktionen für das Fernsehen waren die kurzlebige Serie Code Red (USA 1981-82) mit Lorne Greene als Chef einer Feuerwehrtruppe und die TV-Filme Alice in Wonderland (USA 1985) und Outrage! (USA 1986). Sein letztes Projekt war eine Spielfilmfassung der Serie Verschollen zwischen fremden Welten (Lost in Space USA 1965-68). Doch er mußte eine bereits angesetzte Besprechung mit der Twentieth Century-Fox aus gesundheitlichen Gründen absagen und starb einige Monate darauf an Herzversagen. Irwin Allen war mit Sheila Mathews verheiratet. |