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Alien Contact Personen-Lexikon |
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| Johannes Conrad erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers und wandte sich,
nach einem Umweg über die Architektur, der Schauspielerei zu. Seit 1956 spielte er fast
vierzig Jahre auf der Bühne des Berliner Ensembles kleine Rollen. Seine Erinnerungen an
diese Zeit fanden ihren Niederschlag im Buch Schauspielerleben. Das Schreiben war Conrads zweite Profession. Insbesondere für die satirische Zeitschrift EULENSPIEGEL entstanden etliche Kurzgeschichten und Artikel, die er zu Sammelbänden zusammenfasste. Sein achtzehntes Buch, Zahm wie ein halber Frosch, ist für 2005 beim Eulenspiegel-Verlag angekündigt. Johannes Conrads Themen sind alltägliche Begebenheiten, denen er witzige, skurrile und ironische Aspekte abgewinnt. Seine Artikel geraten so zu eigensinnigen Geschichten hinter der eigentlichen Story, seine Erzählungen zum philosophischen, manchmal abstrusen Sinnieren. Er verliert sich scheinbar in grotesken Situationen und lässt doch nie sein Ziel den Menschen mit all seinen Schwächen und Stärken aus den Augen. Conrad war gewiss kein Science-Fiction-Autor im klassischen Sinn, unternahm jedoch bisweilen Ausflüge in dieses Genre. Zu seinen phantastischen Geschichten im EULENSPIEGEL gehören unter anderem »Märzbachers verblüffende Grundzellenmolekularexpansionstheorie« (25/1973), »Basemeier und die Außerirdischen« (50/1973), »Edwin Schurigs erste und letzte Zeitreise« (25/1978), »Interstellare Flaschenkürbisse« (11/1979) und »Dr. Putzkes seltsame Begegnung mit der Zeitdilatation« (6/1981). Sie sind auch in den Erzählungsbänden Vom Marsflug zurück, General! (1977), Kürbisse im Kosmos (1980), Der Dünne im Pannonia-Express (1982) und Die Zwirbelkieferdrüse (1988) enthalten. Johannes Conrad starb am 24. März 2005 nach einer Herzoperation in seiner Wahlheimat Berlin. |
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