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| Name: Roland Emmerich Spitzname: »Spielbergle« Geboren: 10.11.1955 in Stuttgart |
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IrrwegeRoland Emmerich kam mit der Welt des Films zum ersten Mal in Kontakt, als er im Kindesalter den Sohn von Horst Wendtland kennenlernte, der ihm erzählte, wie toll die Dreharbeiten zu den Winnetou-Filmen in Jugoslawien gewesen waren. Nach dem Abitur wollte der künstlerisch begabte Emmerich zunächst die Kunstakademie besuchen, entschied sich dann jedoch anders. Nach einem dreimonatigen Volontariat beim Süddeutschen Rundfunk begann er 1978 ein Studium an der Münchener Hochschule für Film und Fernsehen. Zu dieser Zeit hatte er als Berufsziel Architekt oder Produktionsdesigner im Auge. Vier Jahre später realisierte seinen Abschlußfilm Das Arche Noah Prinzip (D 1983) mit einem deutschen Rekordbudget von 1,3 Millionen DM, der 1984 zum Überraschungserfolg auf der Berlinale wurde. Dieser im internationalen Vergleich immer noch recht billige Film spielt auf einer Raumstation im Erdorbit und hätte wegen der politischen Untertöne niemals in dieser Form in Amerika entstehen können. |
![]() Foto: Columbia Tri-Star |
ErfolgeDaß Emmerich dennoch ein Auge auf Hollywood geworfen hatte, bewies Joey (D 1985), ein Film über einen Jungen mit übersinnlichen Begabungen, der sich jedoch allzu offensichtlich Steven Spielberg zum Vorbild setzte und ihm den Spitznamen »schwäbisches Spielbergle« einbrachte. Auch sein nächster SF-Film Moon 44 (D 1989) litt unter der mangelnden Originalität, erinnerte er doch sehr an Peter Hyams Outland - Planet der Verdammten (Outland USA 1980). Immerhin wurde man nun in Hollywood auf den deutschen Regisseur aufmerksam. Sein erstes Projekt für Mario Kassars Filmfirma Carolco war Isobar mit Sylvester Stallone, doch aufgrund von Drehbuchproblemen wurde dieser Film nie verwirklicht. Kassar ließ ihn dann Universal Soldier (Universal Soldier USA 1992) inszenieren, wiederum kein besonders origineller Film, da lediglich Versatzstücke aus Terminator 2 - Tag der Abrechnung (Terminator 2 - Judgment Day USA 1990) und Robocop (Robocop USA 1987) kombiniert wurden, aber trotzdem sehr erfolgreich, so daß Emmerich nun im amerikanischen Filmgeschäft Fuß gefaßt hatte. Die amerikanischen Produzenten schätzen es besonders, daß Emmerich wesentlich kostengünstiger als die meisten seiner Hollywood-Kollegen arbeitet. Außerdem ist er dafür bekannt, eine sehr entspannte Arbeitsatmosphäre zu verbreiten. Nachdem er den Flop High Crusade - Frikassee im Weltraum (D 1994) produzierte (Regie: Holger Neuhäuser und Klaus Knoesel), begann er mit der Arbeit an seinem Weltraumepos Stargate (Stargate USA 1994), mit dem er sich damit ähnlich wie sein deutscher Kollege Wolfgang Petersen endgültig im Hollywood etablieren konnte. Danach realisierte Emmerich das Science-Fiction-Spektakel Independence Day (Independence Day USA 1996), das für amerikanische Verhältnisse erstaunlich wenig Geld kostete und im Gegenzug einen Riesengewinn einstrich. Bereits seit 1993 führte der Regisseur Verhandlungen mit Sony über eine Neuverfilmung des Godzilla-Mythos. Nachdem Emmerich mehrmals abgelehnt hatte, arbeitete er an einem Filmprojekt über einen Kometeneinschlag, das er jedoch sofort einstellte, als er von den Dreharbeiten zu Deep Impact (Deep Impact USA 1998) und Armageddon - Das jüngste Gericht (Armageddon USA 1998) hörte. 1998 kam Godzilla (Godzilla USA 1998) in die Kinos und setzte neue Maßstäbe der Tricktechnik und Computeranimation. Anschließend übernahm Emmerich die Produktion der Galouye-Verfilmung The 13th Floor (The Thirteenth Floor USA 1999). |
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GeschäfteZur Finanzierung seines ersten Filmes hatte der geschäftstüchtige Schwabe bereits 1982 in Stuttgart seine eigene Produktionsfirma »Centropolis« gegründet. Sein Vater, der eine Firma für Kleinmotoren besitzt, in der auch Rolands Brüder arbeiten, ist zu 85 Prozent Inhaber von Centropolis Entertainment« und kümmert sich vor allem um die Fernsehrechte an den Filmen seines Sohnes. Nach den aufwendigen Effektarbeiten zu Independence Day (Independence Day USA 1996) gründete Emmerich außerdem die Unterfirma »Centropolis Effects«, die mittlerweile eine gewichtige Rolle im Trickgeschäft von Hollywood spielt. Der Präsident ist Steven Puri, die digitalen Effekte dieses Films produziert hatte. Neben dem Effektkoordinator Volker Engel wurden ein großer Teil des Filmteams von Independence Day (Independence Day USA 1996) übernommen und zusätzlich 25 Mitarbeiter von James Camerons Effektfirma Digital Domain abgeworben. Nach kleineren Arbeiten für Contact (Contact USA 1997) und Flubber (Flubber USA 1997) wurde die Firma für die Arbeit an Godzilla (Godzilla USA 1998) von 40 auf 75 Mitarbeiter aufgestockt. |
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