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Personen-Lexikon

George Lucas

Amerikanischer Filmregisseur und -produzent (*1944)

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Film
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Name: George Walton Lucas Jr.
Geboren: 14.5.1944 in Modesto, Kalifornien, USA
George Lucas wuchs auf der kleinen Ranch seiner Eltern im kalifornischen Modesto auf. Sein Vater hatte einen Schreibwarenladen, seine Mutter war Hausfrau. Mit 16 war es sein größter Wunsch, Rennfahrer zu werden. Aber nach einem schweren Autounfall, der ihn für einige Zeit ans Krankenbett fesselte, gab er den Formel-1-Traum auf, und statt selbst Rennen zu fahren, begann er Rennen zu fotografieren. Ein Freund und der Kameramann Haskell Wexler lenkten das Interesse des jungen Mannes schließlich auf den Film, und Lucas besuchte die Filmschule der »University of Southern California«.

Dort drehte Lucas insgesamt acht Filme. Nachdem er vom Militärdienst freigestellt war, half er bei verschiedenen unabhängigen Produktionen aus, assistierte Saul Bass bei Why Man Creates (1968), der als bester Dokumentarfilm mit einem »Oscar« ausgezeichnet wurde, und war Cutterassistent bei einem USIA-Projekt im Rahmen von Präsident Johnsons Reise nach Asien. Schließlich kehrte er zur Filmschule zurück und durfte den Herstellungsprozeß der Filme MacKenna's Gold (1968) und Der goldene Regenbogen (Finian's Rainbow • USA 1968) beobachten. Der Regisseur von Der goldene Regenbogen war Francis Ford Coppola, aber nichtsdestotrotz begann sich Lucas zu langweilen. Coppola machte ihn zu seinem Assistenten bei Liebe niemals einen Fremden (The Rain People • 1968). Darüber hinaus drehte Lucas einen vielbeachteten Bericht über die Herstellung des Filmmaker (1969) und war einer der Kameraleute von Gimme Shelter (1970).

Seine große Chance kam, als sich Coppola bereit erklärte, den Spielfilm THX 1138 (THX 1138 • USA 1969) zu produzieren. Der Film entstand nach Motiven von Lucas' Kurzfilms Electronic Labyrinth: THX 1138:4EB, der 1967 während Lucas' Zeit an der University of Southern California entstanden war und beim Third National Student Film Festival 1967 - 68 als bester Film prämiert wurde.

Nach dieser unglücklichen utopischen Liebesgeschichte bereitete Lucas mit John Milius für Coppola den Kriegsfilm Apocalypse Now (Apocalypse Now • USA 1979) vor, der dann aber erst Jahre später von Coppola allein realisiert wurde.

Sein erster Erfolgsfilm hieß American Grafitti (American Grafitti • USA 1973). Obwohl der Film einen Golden Globe, den Preis der New Yorker Filmkritik, den Preis der amerikanischen Filmkritik und fünf Oscar-Nominierungen erhielt, war er ein finanzielles Debakel.

Um wieder Geld in die Kasse zu bekommen, plante Lucas einen Kinderfilm, der im Weltraum spielt - eine Mischung aus Flash Gordon und Alarm im Weltrall (Forbidden Planet • USA 1955) - unter dem Arbeitstitel »Star Wars«. Aber die Universal Studios, die American Grafitti finanziert hatten, lehnten Lucas' Projekt ebenso ab wie United Artists. Schließlich gab die Twentieth Century-Fox, obwohl sie in finanziellen Schwierigkeiten steckte, Lucas grünes Licht.

Unbewußt traf Lucas den optimistischen Beginn der Carter-Ära, die mit dem Erscheinen von Krieg der Sterne (Star Wars • USA 1977) zusammenfiel. Und da der Film zum bis dahin größten Kassenhit in der Geschichte des Films wurde, machte der findige Lucas aus dem Projekt gleich eine auf neun Teile zu drei Komplexen angelegte Saga. Nach dem mittlere Komplex mit den Episoden Star Wars (neuer Untertitel: »A New Hope«), Das Imperium schlägt zurück (The Empire Strikes Back • USA 1980) und Die Rache der Jedi-Ritter (Revenge of the Jedi • USA 1982) pausierte Lucas über 15 Jahre. 1997 gelangte eine remasterte und überarbeitete Fassung der drei Filme in die Kinos. Kurz darauf folgte der »erste« Teil der Saga mit Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung (Star Wars: Episode I - The Phantom Menace • USA 1999), der aber von Kritikern und Fans mit gemischten Gefühlen angenommen wurde. Der zweite Teil der ersten Trilogie Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger (Star Wars: Episode II - Attack of the Clones • USA 2002) kehrte wieder zu den Anfängen zurück und überzeuge mit gewaltigen Bildern, einem Quantensprung in der Computeranimation und einer Handlung, die zwar ständig in Kitsch und Gewaltverherrlichung umzukippen droht, aber immer rechtzeitig die Kurve kriegt. Mit dem dritten Teil der ersten Trilogie wird die Saga vorläufig abgeschlossen, da die dritte Trilogie bis auf weiteres auf Eis gelegt ist.

Während Lucas Krieg der Sterne noch selbst inzinierte, war er bei Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter nur noch Koautor und Produzent. Gleichzeitig arbeitete er als Koautor und Produzent für den Film Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders of the Lost Ark • USA 1980) von Steven Spielberg, der mit fünf Oscars ausgezeichnet wurde. Außerdem war er Ko-Produzent und Urheber der Geschichte von Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones and the Temple of Doom • USA 1983), der 1984 für zwei Oscars nominiert wurde und eine der Trophäen für die visuellen Effekte erhielt.

1986 produzierte Lucas für Disneyland das 3-D-Weltraummusical Captain EO mit Michael Jackson, Regie führte Francis Ford Coppola. Außerdem beteiligte sich Lucas an der Entwicklung von Stan Tours, einer beliebten Attraktion der Disney-Themenparks.

Sein nächstes Filmprojekt war das Fantasy-Abenteuer Willow (Willow • USA 1987). Lucas produzierte und schrieb die Originalstory, Ron Howard führte Regie. Der Film kam 1988 in die Kinos und erhielt drei Oscar-Nominierungen.

Ebenfalls fungierte Lucas als Produzent von Tucker (Tucker: The Man and his Dream • USA 1988). Das Werk von Francis Ford Coppola wurde für drei Oscars nominiert. Im folgenden Jahr schrieb und produzierte Lucas Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the Last Crusade • USA 1988). Nominiert für drei Oscars, gewann der Actionspaß eine der Trophäen für das Beste Sounddesign und war weltweit der erfolgreichste Film des Jahres 1989.

Anschließend fungierte Lucas als Autor und Produzent der TV-Serie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones (The Young Indiana Jones Chronicles • USA 1992-93), die 1992 uraufgeführt wurde. Die Serie erhielt einen Banff Award in der Sparte Best Continuing Series, eine Golden-Globe-Nominierung in der Kategorie Best Dramatic Series, einen Angel Award für den Bereich Quality Programming, 12 Emmys und 26 Emmy-Nominierungen.

1992 wurde George Lucas mit dem Irving-G.-Thalberg-Preis geehrt. Die Auszeichnung wird vom Board of Governors der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für herausragende Produzentenleistungen vergeben.

Die 1971 von George Lucas gegründete Firma Lucasfilm Ltd. hat sich mittlerweile zu mehreren Lucas-Unternehmen weiterentwickelt. Dieses Firmenkonglomerat beinhaltet Lucasfilm Ltd., LucasArts Entertainment Company LLC, Lucas Digital Ltd. LLC., Lucas Licensing Ltd., Lucas Learning Ltd. und Lucas OnLine.

Lucas lebt in San Francisco und hat wenig privaten Kontakt zu Hollywood. Er war mit Marcia Griffin verheiratet, von der er sich 1984 scheiden ließ, und hat drei adoptierte Kinder.

Ronald Hoppe
unter Verwendung eines Textes von Rolf Giesen und Unterlagen der Twentieth Century Fox


Foto: Twentieth Century Fox/Lucasfilm

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Die Entstehung eines Mythos - Der lange Weg zu Star Wars
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