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Jeanne Moreau

Französische Schauspielerin und Regisseurin (*1928)

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Film
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Name: Jeanne Moreau
Geboren: 23.1.1928 in Paris
Jeanne Moreau wurde 1928 in Paris geboren und begann ihre Schauspielausbildung 1946 am Pariser Konservatorium . Ein Jahr später debütierte sie beim Theater Festival in Avignon. An ihrem 20. Geburtstag wurde sie - als jüngstes Mitglied in der Geschichte des Ensembles - in die Comédie Francaise aufgenommen. In den folgenden vier Jahren spielte sie in 22 Rollen und und wirkte bei sämtlichen Produktionen des Ensembles mit.

Ihre filmische Karriere begann 1949. In den folgenden zehn Jahren spielte sie in etwa 20 Filmen mit, doch der eigentliche Durchbruch im Kino kam 1958. Scheinbar über Nacht wird sie mit Louis Malles Regiedebüt  Fahrstuhl zum Schafott (L'Ascenceur pour l'échafaud • F 1957) berühmt. Ikone und Muse der Nouvelle Vague, arbeitet Jeanne Moreau in den fünfziger und sechziger Jahren mit den unterschiedlichsten Regisseuren: François Truffaut, Michelangelo Antonioni, Joseph Losey, Orson Welles, Jacques Demy, Luis Buñuel und Tony Richardson.

Es war François Truffaut, der mit seinem Film  Jules und Jim (Jules et Jim • F 1961) eine neue Seite der Schauspielerin Jeanne Moreau entdeckte. Eine leichte und heitere Note dominiert ihre Darstellung der Cathérine, einer Frau mit dem unbedingten Willen, glücklich zu sein. Mit hintergründiger Ironie spielt Jeanne Moreau 1967 wiederum für Truffaut: diesmal eine Femme fatale der besonderen Art in  Die Braut trug schwarz (La Mariée était en noir • F/I/GB 1967), eine Rolle, die ihr erneut Gelegenheit gibt, alle Register ihres Könnens zu ziehen.

In den siebziger Jahren startet Jeanne Moreau eine neue Karriere als Regisseurin. In ihrem Debütfilm  Im Scheinwerferlicht (Lumière • F 1976), einem Film über die Welt der Schauspieler, steht sie auch vor der Kamera - gemeinsam mit Lucia Bosè, mit der sie bereits drei Jahre zuvor für Marguerite Duras' Film Nathalie Granger zusammen gearbeitet hatte. Moreaus zweiter Film  Mädchenjahre (L'Adolescente • F/D 1978) - 1979 im Wettbewerb der Berlinale gezeigt - handelt vom Übergang von der Kindheit zum Frau-Sein und ist mit Simone Signoret und Edith Clever herausragend besetzt.

Jeanne Moreau wirkt in den achtziger und neunziger Jahren in zahlreichen internationalen Filmproduktionen mit. Selbst in kleinen Rollen versteht sie es, durch ihre Präsenz und Schauspielkunst, diese zu unverwechselbaren Auftritten zu machen - so auch in Rainer Werner Fassbinders letztem Film Querelle - Ein Pakt mit dem Teufel (D/F 1982) und in Wim Wenders' Produktion Bis ans Ende der Welt (D/F/AUS 1991).

Jeanne Moreau hat sich immer auch für die Zukunft des Films eingesetzt. Sie hat Seminare für junge Schauspieler überall in der Welt gegeben und war Präsidentin von »Equinoxe«, einer Vereingung zur Förderung junger europäischer Filmemacher.

  • Im Rahmen der Hommage an Jeanne Moreau präsentierte die Berlinale 2000 eine Auswahl ihrer Filme.

Foto: TaurusFilm
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