Personen-Lexikon

Liam Neeson

Britischer Schauspieler (*1952)

Der Lehrer | Der Nachwuchsschauspieler | Der Star | Der Mensch

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Name: William John Neeson
Alias: Liam Neeson
Geboren: 7.6.1952 in Ballymena/Nordirland

Der Lehrer

Liam Neeson wurde als Katholik in der nordirischen Grafschaft Antrim geboren und ist der Sohn eines Schulhausmeisters und einer Schulköchin. Er hat noch einen älteren Bruder namens Micheál. Als Jugendlicher war er Amateurboxer, bis er seine Sportkarriere nach einer gebrochenen Nase und einem Blackout bei der irischen Jugendmeisterschaft beendete. Außerdem arbeitete er als Gabelstaplerfahrer bei Guinness, Lastwagenfahrer und Assistent eines Architekten. Nach der Schule wollte er Lehrer werden und studierte Physik, Mathematik und Theater am Queen's College in Belfast. Doch bereits 1976 gab er nach nur einem Jahr seinen Beruf als Lehrer auf und begann als Schauspieler am Lyric Players Theatre in Belfast, wo er im Stück The Risen People debütierte. Zwei Jahre später wurde er in das Ensemble des angesehenen Dubliner Abbey Theatre aufgenommen. Danach ging er ans Royal Exchange Theatre, wo er für seine Hauptrolle im Stück The Plough and the Stars einen Best Actor Award erhielt.


Foto: LucasFilm

Der Nachwuchsschauspieler

1980 sah ihn der Regisseur John Boorman in einer Aufführung von John Steinbecks Of Mice and Men und bot ihm daraufhin die Rolle des Sir Gawain in seinem Film Excalibur (Excalibur • USA 1981) über König Arthur an. Anschließend trat Neeson in einigen britischen Fernsehproduktionen wie Merlin and the Sword oder If Tomorrow Comes auf, bis er in Die Bounty (The Bounty • USA/GB 1983) eine neue Leinwandrolle neben Anthony Hopkins und Mel Gibson hatte. Nach einem Auftritt in Mission (The Mission • GB/I 1985) hinterließ er großen Eindruck als taubstummer Vietnamveteran in Suspect - Unter Verdacht (Suspect • USA 1987). In den USA wurde man auf ihn aufmerksam, als er in Der Preis der Gefühle (The Good Mother • USA 1988) den Liebhaber von Diane Keaton spielte. Mit High Spirits - Die Geister sind willig (High Spirits • GB 1988) und seiner ersten Hauptrolle in Sam Raimis Darkman (Darkman • USA 1989) stellte er weiter seine Vielseitigkeit unter Beweis.

Der Star

Nachdem Woody Allen ihn in Ehemänner und Ehefrauen (Husbands and Wives • USA 1992) besetzt hatte, gab Liam Neeson 1993 mit dem Roundabout Theatre sein Broadway-Debüt in Eugene O'Neills Stück Anna Christie. Dabei lernte er seine Partnerin Natasha Richardson, mit der er bereits zehn Jahre zuvor in der Fernsehserie Ellis Island (USA 1984) gespielt hatte, näher kennen und heiratete sie ein Jahr später. Außerdem brachte seine Darstellung ihm den Tony Award ein und - weil Steven Spielberg bei einem Broadway-Besuch auf ihn aufmerksam geworden war - die Hauptrolle in einem Film, der seinen endgültigen Durchbruch als Kinostar markierte: Schindlers Liste (Schindler's List • USA 1993). Seine überzeugende Verkörperung des Oskar Schindler führte dazu, daß er für den Oscar und den Golden Globe nominiert wurde. In Nell (Nell • USA 1994) mit Jodie Foster in der Titelrolle trat er wieder gemeinsam mit seiner Frau Natasha Richardson auf. Auch als Schottenkrieger in Rob Roy (Rob Roy • USA 1995) und als IRA-Chef in Michael Collins (Michael Collins • USA 1996) überzeugte er die Kinozuschauer. Ein ganz neues Fan-Publikum eroberte er sich als Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn in Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung (Star Wars: Episode I - The Phantom Menace • USA 1999) von George Lucas.

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Der Mensch

Seit 1986 lebt Liam Neeson in Los Angeles. Angeblich hatte er Affären mit Helen Mirren, Barbra Streisand, Sinead O'Connor, Brooke Shields und Julia Roberts. Mit seiner Ehefrau Natasha Richardson hat er zwei Söhne, Michael Antonio (* 1995) und Daniel Jack (* 1997). Im Oktober 1998 mußte die DAILY TELEGRAPH Schmerzensgeld an das Ehepaar zahlen, weil die Zeitung unbegründete Scheidungsgerüchte veröffentlicht hatte.

Bernhard Kempen

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