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| Name: Claude Rains Geboren: 10.11.1889 in London Gestorben: 30.5.1967 in Laconia/New Hampshire |
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TheaterClaude Rains riß mit zehn Jahren aus der Schule aus und wurde Sängerknabe am Londoner Haymarket Theatre. Dort arbeitete er sich vom Zimmermann und Elektriker zum Schatzmeister und Theaterleiter hoch und erhielt schließlich seine erste Rolle im Stück The Gods of the Mountain. 1910 verließ er das Haymarket Theatre und nahm Rollenangebote in Australien und den USA an, wo er 1914 mit dem Stück Androcles and the Lion in New Haven auftrat. Während des Ersten Weltkriegs kehrte er nach England zurück und trat einem Londoner Schottenregiment bei, mit dem er den Grabenkrieg in Frankreich erlebte und bis zum Hauptmann befördert wurde. Ab 1919 gab er Schauspielunterricht in London und wurde 1926 zum führenden Schauspieler der Londoner Theatre Guild. |
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Film1932 emigrierte Rains in die USA und nahm dort schließlich die amerikanische Staatsbürgerschaft an. Mit dem Tonfilm kam die große Chance für den charmanten und weltmännischen Schauspieler mit der markanten Stimme, der selbst in Schurkenrollen sympathisch wirkte. Seinen ersten größeren Leinwandauftritt hatte er als Dr. Jack Griffin im Gruselklassiker Der Unsichtbare (The Invisible Man, USA 1933), in dem er mehr zu hören als zu sehen war. In den dreißiger und vierziger Jahren spielte er viele Rollen, so als Prinz John in Robin Hood, der König der Vagabunden (The Adventures of Robin Hood, USA 1938) mit Errol Flynn und die Titelrolle in Urlaub vom Himmel (Here Comes Mr. Jordan, 1941). Rains wurde viermal für den Oscar nominiert, ohne jemals die begehrte Trophäe zu erhalten - für seinen Auftritt in Mr. Smith geht nach Washington (Mr. Smith Goes to Washington, 1939), für die Rolle des Captain Louis Renault im Kultklassiker Casablanca (Casablanca, 1942), für die Titelrolle in Das Leben der Mrs. Skeffington (Mrs. Skeffington, 1944), und für die Rolle des Alexander Sebastian in Alfred Hitchcocks Berüchtigt (Notorious, 1946). Gleichzeitig arbeitete Rains weiterhin für das Theater und erhielt 1951 als Star des Broadway-Erfolgs Darkness at Noon nach Arthur Koestler alle sechs wichtigen Schauspielerauszeichnungen des Jahres. |
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Letzte RollenIn den fünfziger Jahren trat Claude Rains gelegentlich im Fernsehen auf und spielte unter anderem in drei frühen Folgen der Reihe Alfred Hitchcock zeigt (Alfred Hitchcock Presents, 1955-88). Mit über siebzig Jahren war er als Professor Challenger in Irwin Allens Versunkene Welt (The Lost World, 1960) und als Mr. Dryden in David Leans Lawrence von Arabien (Lawrence of Arabia, 1962) zu sehen, bis er mit dem König Herodes in Die größte Geschichte aller Zeiten (The Greatest Story Ever Told, 1965) seinen letzte Kinorolle spielte. |
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FamilienlebenClaude Rains war seit 1928 insgesamt sechsmal verheiratet. Von seiner ersten Frau Frances Propper, mit der er eine Tochter hat, ließ er sich scheiden. Seine zweite Frau Beatriz Thomas starb nach einigen Jahren, die folgenden Ehen mit der Schauspielerin Isabel Jeans, mit Marie Hemingway und Agi Jambor wurden geschieden, und seine sechste Ehefrau Rosemary Clark Schrode starb 1964. Drei Jahre später erlag Claude Rains einer inneren Blutung. |