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Alien Contact Personen-Lexikon |
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| Name: Henry Schlosser Pseudonym: Henry Slesar Geboren: 12.61927 in New York Gestorben: 2.4.2002 in New York |
| Henry Slesar (eigentlich Schlosser) wurde als Sohn russlanddeutscher
Einwanderer am 12. Juni 1927 in New York geboren. Er arbeitete bereits mit 17 Jahren als
Werbetexter, war Art Director bei verschiedenen Agenturen und machte sich 1964 mit einer
eigenen Firma selbstständig, die er noch bis in die 90er Jahre leitete. Als Schriftsteller brachte Henry Slesar es besonders mit Krimis und Thrillern zu Weltruhm. Er schrieb sechs Romane, über 500 Kurzgeschichten, 55 Hörspiele und mehr als hundert Drehbücher für Filme und TV-Serien. Sir Alfred Hitchcock, dem er allein 50 Skripte lieferte, nannte ihn einen »friedfertigen jungen Mann mit ungewöhnlicher krimineller Energie«. Weit weniger bekannt ist Slesars Science-Fiction-Werk. 1955 debütierte er mit der Story »The Brat« im Magazin IMAGINATIVE TALES. Slesar schrieb zwar keinen reinen SF-Roman, aber SF-Krimis wie The Bridge of Lions (1963). Henry Slesar lag die kurze Prosa besonders gut, regelmäßig erschienen Storys von ihm in allen großen SF-Magazinen, insgesamt sind es über 300. Die im PLAYBOY publizierten wurden später in einem Sammelband veröffentlicht. 1957 erschien der SF-Roman Twenty Million Miles to Earth (dt. 1957 Die Bestie aus dem Weltraum), der auf dem Drehbuch zu dem gleichnamigen Film basiert. Ansonsten sind in deutscher Übersetzung nur einige Kurzgeschichten in Anthologien, insbesondere dem MAGAZINE OF FANTASY & SCIENCE FICTION, verfügbar, u. a. »Examination Day« (1956, dt. »Prüfungstag«), »My Father, the Cat« (1957, dt. »Mein Vater, der Kater«), »The Stuff« (1961, dt. »Der Stoff«), »Way-Station« (1963, dt. »Heimkehr zu den Sternen«), »I Remember Oblivion« (1968, dt. »Flucht in die Vergangenheit«) und »The Rise and Fall of the Fourth Reich« (1976, dt. »Aufstieg und Untergang des Vierten Reiches«). Als Drehbuchautor wirkte Henry Slesar u. a. an der Serie The Man From U.N.C.L.E. mit. Da aber der Abspann von den Wenigsten intensiv gelesen wird, geriet Slesar erst Mitte der 80er Jahre mit der Reihe Die Krimistunde stärker ins Bewusstsein des deutschen Fernsehpublikums. Die Mystery Writers of America verliehen Henry Slesar 1960 und 1977 den Edgar Allan Poe Award, und 1974 erkannte die National Academy of Television of Art & Sciences ihm für die Krimiserie The Edge of Night den Emmy zu. Henry Slesar starb am 2. April 2002 in New York. In einem Nachruf schreibt Gerhard Beckmann, dass er »ein großer Dramatiker und der witzigste Vertreter des Krimi-Genres« war, das er »mit unmoralisch heiterer Ironie oder makabrem Humor um populäre Kabinettstücke bereicherte«. Nach seinem Tod werde es »noch ernster und schwerer in der ohnehin längst viel zu ernsten und übergewichtigen Kriminalliteratur«. Gleiches lässt sich sicher auch für die Science Fiction sagen. |
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