SF Personality Cordwainer Smith eBook

Cordwainer Smith

Dr. Paul Myron Anthony Linebarger
Amerikanischer Schriftsteller und Diplomat (1913-1966)

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Biographie | Instrumentalität der Menschheit
Cordwainer Smith ist das Pseudonym von Dr. Paul Myron Anthony Linebarger, der am 11. Juli 1913 in Milwaukee, Wisconsin, geboren wurde. Sein Großvater war ein Geistlicher, sein Vater ein Sonderling, der als Richter auf den Philippinen arbeitete. Später ging Vater Linebarger nach China, um als Berater des Reformers Sun Yatsen zu arbeiten, der Patenonkel von Paul Linebarger wurde. Paul wuchs im Gefolge von Sun Yat Sen auf, sowohl in China als auch während dessen Exil in Japan. John J. Pierce schrieb:

Linebarger spent his formative years in Japan, China, France, and Germany. By the time he grew up, he knew six languages and had become intimate with several cultures, both Oriental and Occidental.

Paul Linebarger war erst 23 Jahre alt, als er den Ph.D. für politische Wissenschaften an der John Hopkins University erhielt, jener Universität, an der er später selbst viele Jahre als Professor Asiatische Politik lehrte. Er heiratete im Jahr 1936 Genevieve Collins, wurde 1949 von ihr geschieden und heiratete sie 1950 erneut. Während des zweiten Weltkrieges diente er aktiv in der Armee als Second Lieutenant. Pierce schrieb:

As a Far East specialist he was involved in the formation of the Office of War Information and of the Operation Planning and Intelligence Board. He also helped organize the Army’s first psychological warfare section.

1947 wurde Linebarger Professor für Asiatische Politik an der John Hopkins University’s School of Advanced International Studies in Washington. Pierce schrieb:

Dr. Linebarger turned his wartime experiences into Psychological Warfare, still regarded as the most authoritative text in the field. As a colonel, he was advisor to the British forces in Malaya, and to the U. S. Eighth Army in Korea. But this self-styled »visitor to small wars« passed up Vietnam, feeling American involvement there was a mistake.

In den fünfziger und sechziger Jahren reiste er trotz schwerer Krankheit viel, besuchte Australien, Griechenland, Ägypten und viele andere Länder. Er war von Australien sehr beeindruckt und hoffte, seinen Lebensabend dort verbringen zu können. Seine Meinung war in politischen Kreisen hochgeschätzt, so daß er leitendes Mitglied der Foreign Policy Association sowie Berater von Präsident Kennedy wurde.

Paul Linebarger war ein überzeugter und strenggläubiger Christ. Pierce dazu:

He and Genevieve went to Sung Mass on Sundays, and he said grace at all meals at home. The faith extended and shaped his powerful imagination. But he simply ignored contemporary religious movements, especially the secularizing ones directed to social problems. The God he had faith in had to do with the soul of man and with the unfolding of history and of the destiny of all living creatures.

Er starb bereits am 6. August 1966 in Folge eines Herzanfalls im Alter von 53 Jahren in Baltimore, Maryland.

Mit Ausnahme von fünf Stories gehörten alle seiner Science-Fiction-Texte zum Zyklus »Instrumentalität der Menschheit«. Sein erster Text war »War No. 81-Q« (1928) und erschien unter dem Namen Felix C. Forrest, ein Wortspiel mit seinem chinesischen Namen Lin Bah Loh (Wald der leuchtenden Seligkeit).

In den Jahren 1950 bis 1966 erschienen in mehreren Science Fiction-Magazinen Erzählungen unter dem Pseudonym »Cordwainer Smith«, die durch ihren Erfindungsreichtum und ihren ungewöhnlichen Stil auffielen. Die erste davon war »Scanners Live in Vain« (1950), die jedoch bereits 1945 geschrieben worden war.

Linebarger war sehr auf die Wahrung seiner Privatsphäre bedacht und wollte nicht, daß sein wahrer Name bekannt wurde. Erst nach seinem Tod im Jahr 1966 gab es mehr als eine Handvoll Menschen, denen bekannt war, wer sich hinter dem Pseudonym verbarg.

Im Prolog zur Erzählungssammlung Herren im All schrieb der Autor:

Dies ist Science Fiction, gewiß. Aber sie kommt aus Ihrer eigenen Zeit, aus Ihrer eigenen Welt, ja sogar aus Ihrem eigenen Geist.
Ich kann nichts weiter tun, als Symbole wirken zu lassen.
Die Magie und die Schönheit wird aus Ihrer eigenen Vergangenheit kommen, Ihrer Gegenwart, Ihren Hoffnungen und Ihren Erfahrungen. Was hier erzählt wird, mag Ihnen fremdartig erscheinen, aber es ist Ihnen in Wahrheit zu nahe wie Ihre eigenen Finger. Manche werden es sehr schön finden. Manche werden es nicht verstehen und weglegen. Das ist deren eigener Schaden, Leser, nicht Ihrer und nicht meiner.
Wir beide, wir haben diese Geschichten miteinander gemeinsam.
In diesem Augenblick sind Sie selbst der Prolog. Ich habe nicht mehr getan, als das Rohmaterial zu liefern.

Hardy Kettlitz

Das Linebarger-Universum - Zum Werk von Cordwainer Smith
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Ein Planet namens Shayol [Story]
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