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Personen-Lexikon

Sharon Stone

Amerikanische Schauspielerin (*1958)

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Name: Sharon Stone
Geboren: 10.3.1958 in Meadville/Pennsylvania
Das zweite von vier Kindern wollte schon immer Schauspielerin werden. Die kleine Sharon sammelte erste Erfahrungen bei Schulaufführungen an der Saegertown High School und nahm privat Schauspielunterricht bei Roy London. Sie gewann mehrere Schönheitswettbewerbe und wurde mit 17 Jahren zur Miss Pennsylvania gekürt. Mit einem Stipendium für einen Schreibkurs studierte sie Kunst und Literatur am Edinboro College in Pennsylvania. Mit 19 Jahren unterschrieb sie während einer Reise nach New York einen Vertrag mit der Model-Agentur von Eileen Ford. Ihre Fotos erschienen auf den Titelseiten der Zeitschriften Vogue und Elle, und sie trat in einigen Werbespots von Ford und McDonald's auf. Ihre erste kleine Filmrolle hatte sie in Woody Allens Stardust Memories (Stardust Memories • USA 1980), wo sie ganz zu Anfang als blonde Traumfrau im vorbeifahrenden Zug zu sehen ist. Danach spielte sie in Filmen wie Tödlicher Segen (Deadly Blessing • USA 1981) von Wes Craven und verschiedenen Fernsehfilmen, aber auch in TV-Serien wie Remington Steele (Remington Steele • USA 1982-87) und T. J. Hooker (T. J. Hooker • USA 1982-87) Größeres Aufsehen erregte sie 1984 mit der Rolle einer schizophrenen Frau in der Doppelfolge »Schwarzer Spiegel« (»Echoes of the Mind«) aus der Serie Magnum (Magnum P. I. • USA 1980-88). Danach spielte sie neben Richard Chamberlain in Quatermain - Auf der Suche nach dem Schatz der Könige (King Solomon's Mines • USA 1985) und der Fortsetzung Quatermain II - Auf der Suche nach der geheimnisvollen Stadt (Allan Quatermain and the Lost City of Gold • USA 1986). Nach weiteren kleinen Rollen und als Covermodell für den Playboy (Juli 1990) hatte sie ihren großen Durchbruch als Eispickel-Mörderin Catherine Tramell in Paul Verhoevens Thriller Basic Instinct (Basic Instinct • USA 1992), wo sie in der wohl berühmtesten erotischen Szene der Filmgeschichte zeigen darf, daß sie kein Höschen unter dem Rock trägt. Der Thriller Final Instinct (Scissors • USA 1991) mit Sharon Stone kam übrigens in Deutschland zunächst als Psycho-Nightmare auf Video heraus und wurde anschließend mit einem neuen »deutschen« Titel versehen. Danach trat sie unter anderem in Sliver (Sliver • USA 1993) von Phillip Noyce und in Last Action Hero (Last Action Hero • USA 1993) neben Arnold Schwarzenegger auf, mit dem sie bereits in Die totale Erinnerung - Total Recall (Total Recall • USA 1990) zusammengearbeitet hatte. Für ihre Rolle in Martin Scorceses Casino (Casino • USA 1995) erhielt sie den Golden Globe und wurde für den Oscar nominiert. In Bruce Beresfords Last Dance (Last Dance • USA 1996) demonstrierte sie mit der Rolle der zum Tode verurteilten Cindy Liggett eine neue Facette ihres schauspielerischen Könnens. Ihre Vielseitigkeit zeigte sich 1994 an einem Gastauftritt in der Fernsehserie Roseanne (1988-), an der Hauptrolle und der Funktion als Co-Produzentin für Sam Raimis Western Schneller als der Tod (The Quick and the Dead  USA 1995) und an der ernsten, aber unspektakulären Rolle, die sie in Barry Levinsons Science-Fiction-Thriller Sphere - Die Macht aus dem All (Sphere, USA 1998) übernahm. Am 8.2.1997 wurde ihr aus der Hand von Jeanne Moreau der französische Ehren-César verliehen. Eine Auszeichnung mit dem Oscar wurde ihr bis heute verwehrt.

Privat gilt Sharon Stone als schwierige Kollegin, was vermutlich an ihrem »männlichen« Selbstbewußtsein liegt. Mit Sprüchen wie »Wenn du eine Vagina hast und einen Standpunkt vertrittst, bist du verdächtig« provoziert und erklärt sie gleichzeitig, wo das Problem liegt. Sie war mit George Englund und von 1984 bis 1986 mit dem Fernsehproduzenten Michael Greenburg verheiratet. Danach war sie vorübergehend mit Bill MacDonald, dem Produzenten von Sliver (1993), verlobt. Am 14. Februar 1998 heiratete sie Phil Bronstein.

Stone ist Mitglied von MENSA und wohnt in Beverly Hills.

Bernhard Kempen


Foto: TriStar
Biographien:
Douglas Thompson, Sharon Stone: Basic Ambition
Gebhard Hoelzl, Sharon Stone, Mit »Basic Instinct« zum Erfolg
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