Personen-Lexikon

Mel Tormé

Amerikanischer Entertainer

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Name: Melvin Howard Torme
Alias: Mel Tormé, »Velvet Fog«
Geboren: 13.9.1925 in Chicago/Illinois
Geboren: 5.6.1999 in Los Angeles
Der in den USA sehr bekannte Jazzsänger Mel Tormé erhielt wegen seiner samtweichen Stimme den Spitznamen »Velvet Frog« (»Samtfrosch«). Am berühmtesten wurde er durch den »Christmas Song«, den er mitkomponierte und der durch Nat King Cole zu einem Riesenhit wurde. Insgesamt schrieb er über 300 Songs.

Sein Debüt als Schauspieler gab Mel Tormé in Pardon My Rhythm (USA 1944), und in den folgenden Jahrzehnten war er immer wieder in kleinen Filmrollen zu sehen - von Jacques Tourneurs Die Angstmacher (The Fearmakers • USA 1958) über das Tierabenteuer Land ohne Wiederkehr (The Land of No Return • USA 1977) mit William Shatner bis zu Die nackte Kanone 2 ½ (The Naked Gun 2 ½ • USA 1991).

Seit den fünziger Jahren war Mel Tormé ein beliebter Entertainer im amerikanischen Fernsehen. Bereits 1951 durfte er seine eigene, allerdings recht kurzlebige Mel Tormé Show präsentieren. Es folgte die Musik-Show Summertime U.S.A. (USA 1953), dann war er musikalischer Berater der Judy Garland Show (USA 1963-64), worüber er das Buch The Other Side of the Rainbow (1970) schrieb, und schließlich moderierte er die Nostalgie-Show It Was a Very Good Year (USA 1971).

Daneben trat er auch in verschiedenen Fernsehserien auf, später häufig in Cameo-Rollen als »himself«. In Die Leute von der Shiloh Ranch (TheVirginian • USA 1962-71) hatte er 1962 einen Gastauftritt in der Episode »The Handy Man«, 1982 spielte er sich selbst in Hotel (Hotel • USA 1983-88), und seit 1986 trat er mehrfach als Gast in der Serie Harry’s wundersames Strafgericht (Night Court • USA 1984-92) auf. Seinen letzten Auftritt hatte er 1996 als »Mel Tormé« in der Episode »Herrschaft der Mafia« (»Greatfellas«) der von seinem Sohn Tracy Tormé produzierten Serie Sliders - Das Tor in eine fremde Dimension (Sliders • USA 1995-).

Am 8.8.1996 erlitt Mel Tormé einen Schlaganfall, von dem er sich nie wieder erholte und an dessen Spätfolgen er knapp drei Jahre später starb. Er war viermal verheiratet und hinterläßt fünf Kinder.

Bernhard Kempen

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