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Arx Fatalis

JooWooD • 2002

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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In der Einleitung des Handbuchs zu Arx Fatalis verkünden die Entwickler selbstbewußt, daß das Spiel nicht aus Gründen des Profits, sondern als idealistisches Projekt von Spielern für Spieler entwickelt wurde. Schon nach den ersten Spielminuten ist man bereit, dieser Behauptung Glauben zu schenken. Arx Fatalis versteht sich ganz in der Tradition des 3D-Rollenspielklassikers Ultima Underworld. Am Anfang wählt der Spieler von drei zur Auswahl stehenden Helden seine Figur aus, vergibt nach eigenem Ermessen die verschiedenen Attributwerte und kann sich dann ins Abenteuer stürzen.

Arx Fatalis ist eine düstere Rollenspielwelt, deren Bewohner sich nach dem Verlöschen der Sonne in eine riesige Zwergenmine zurückgezogen haben. Durch die nun ungewohnte Nähe der verschiedenen Völker kommt es immer häufiger zu Auseinandersetzungen zwischen Menschen, Goblins, Orcs und Trollen. Mit diesen sich ausweitenden Konflikten entsteht ein grausamer Kult um Akbaa, dem Gott des Chaos und der Zerstörung. Seine Anhänger glauben, daß durch Menschenopfer und bedingungslose Unterwerfung das verloschene Sonnenfeuer wieder entfacht werden kann. Von dieser bedrohlichen Entwicklung bekommt der Spieler anfangs nur wenig mit, da sein Held zur selben Zeit fast nackt, völlig mittellos und ohne Erinnerung in einer düsteren Gefängniszelle erwacht. Nachdem dieser die Goblinwache mit einem als Knüppel mißbrauchten großen Knochen in die ewigen Jagdgründe geschickt hat, kann der Spieler mit der Erforschung der Zwergenmine beginnen.

Eins der wichtigsten Spielelemente in Arx Fatalis ist die Zauberei. Der Spieler findet bis zu zwanzig magische Runen, die jeweils einen magischen Befehl repräsentieren. Diese Runen können, wenn man sie in der richtigen Reihenfolge in feurigen Symbolen nacheinander in die Luft zeichnet, mächtige Zaubersprüche auslösen. Ist der Spieler im Besitz aller Runensteine, vermag er über 50 verschiedene Zauber zu wirken, die vom simplen Feuerentfachen über Unsichtbarkeit bis hin zu Blitzgewittern reichen.

Spielt sich Arx Fatalis anfangs wie ein einfacher 3D-Shooter vor einem Fantasyhintergrund, nehmen mit der immer komplexer werdenden Geschichte auch Adventure- und Rollenspielanteile zu.

Grafisch gehört Arx Fatalis neben Morrowind oder Gothic zu den schönsten Rollenspielen. Unterirdische Seen, riesige Burganlagen oder grausige Ritualstätten wurden stimmungsvoll und mit bewundernswerter Detailversessenheit umgesetzt. Flackernde Fackeln und Feuerstellen erhellen finstere Höhlen und Gewölbe. Die fein ausgetüftelte Soundkulisse unterstreicht den positiven Gesamteindruck. Abstriche müssen allenfalls bei einigen kleineren Logikfehlern im Ablauf der Geschichte, einigen Bugs und den recht happigen Hardwareanforderungen gemacht werden.

Systemanforderung:
• Pentium 3 800, 64MB, Win98+, 3D-Grafikkarte Bestellen
Wertung:
90% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

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