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| Atlantis II
präsentiert sich wie schon sein Vorgänger in der Tradition des grafisch anspruchsvollen Fantasy-Adventures. Das Spiel mischt auf
eigenwillige Art mythische und esoterische Elemente mit der exotischen Kultur anderer
Länder. So findet der Spieler tibetanische Kulturfragmente genauso wieder wie die von
antiurbaner Weltanschauung getragenen christlichen Einflüsse Irlands. Um die hochauflösende, bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Spielwelt realisieren zu können, griff Cryo auf die hauseigene modifizierte OmniSync-3-D-Engine zurück. Die Game-Engine ermöglicht es, nacheinander verschiedene Haltepunkte anzusteuern - die Bewegung erfolgt durch vorberechnete Kamerafahrten - und dort mit einem Rundumblick die Umgebung zu betrachten und zu untersuchen. Die gebotene Grafik ist von melancholischer Poesie und wird von einem ethnischen Soundteppich getragen, der allein schon das Hinhören lohnt. Zu Beginn der Handlung ist der Spieler über seine eigentlichen Ziele nur sehr unzureichend informiert. In der Rolle des jungen Tibetaners Than und als auserwählter Träger des Lichts erhält man die mysteriöse Aufgabe, das Gleichgewicht von Gut und Böse wiederherzustellen. Zu diesem Zweck kann man fünf unterschiedliche Welten bereisen und ein Puzzlestück nach dem anderen zusammentragen, um die Welt von Atlantis II vor dem Sturz ins Chaos zu bewahren. Der Spieler muß sich jedoch die Zusammenhänge bisweilen schwer erarbeiten, so daß sich das Eintauchen in die Geschichte von Atlantis II als zeitraubende und zähe Angelegenheit entpuppt. Für den Spieler jedoch, der entsprechende Ausdauer beweist, eröffnet sich ein phantastisches Universum mit vielen kulturellen Anspielungen und einer komplexen, relativ offenen Hintergrundgeschichte. Leider wirken die Lippenbewegungen und Gesichtsregungen der Spielcharaktere immer noch zu künstlich. Zwar wurden diese Punkte gegenüber früheren Spielen mit der OmniSync-3-D-Engine erheblich verbessert, sind in der Umsetzung jedoch immer noch ungenügend. |
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