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The Bard's Tale

UbiSoft • 2005 • Action-Adventure

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Die The Bard's Tale-Trilogie zählt zu den einflussreichsten Spieleklassikern aus der Geburtszeit der Computer-Rollenspiele. Entwicklerlegende Brian Fargo (u.a. auch verantwortlich für die genialen Rollenspiele Baldurs Gate und Fallout) schuf mit der The Bard's Tale-Trilogie einen Standard für die sich danach etablierenden Rollenspiele. Das neue The Bard's Tale versteht sich dabei nicht als Fortsetzung der einflussreichen Trilogie, sondern als Neuinterpretation.

Im Spiel übernimmt man die Rolle eines recht schlitzohrigen Helden. Dabei entspricht diese Figur überhaupt nicht dem üblichen Klischee heroischer Helden anderer Rollenspiele. Statt die Welt zu retten, ist der musikalisch erfahrene Barde eher weiblichen Reizen und klingender Münze zugetan. Seine besondere Fähigkeit – durch seine Musik die verschiedensten Kreaturen zu beschwören - hilft ihm dabei, relativ ungeschoren die saftig-grünen Orkney Islands des Mittelalters - eine Inselgruppe vor der Küste Schottlands – zu durchstreifen. Viel Humor, eine eingängige Geschichte und eine abwechslungsreiche und großzügig dimensionierte Spielwelt lassen kaum Langeweile aufkommen.

Grafisch hinterlässt das Spiel einen eher zwiespältigen Eindruck. Atmosphärisch ausgeleuchtete Örtlichkeiten und schicke Licht-, Wasser- und Zaubereffekte schaffen ein stimmungsvolles Umfeld. Weniger gelungen ist dagegen die verwendete Perspektive. Man betrachtet das ablaufende Geschehen von schräg oben und hat vor allem in den Außenbereichen ständig das Gefühl, über ein zu kleines Sichtfeld zu verfügen. Hervorragend realisiert wurde dagegen die Musik- und Sounduntermalung. So trifft man in einer Gastwirtschaft auf die ein Sauflied grölende Landbevölkerung und kann sich an Vogelgezwitscher, Wassergeplätscher und einem unsichtbaren Erzähler erfreuen, der mit beißender Ironie die Abenteuer des Spielhelden kommentiert.

Die Kämpfe sind dagegen konservativ und unterscheiden sich kaum von anderen Hack'n'slay-Rollenspielen. Bei den Dialogen geht The Bard's Tale jedoch andere Wege. Statt vorgefertigte Sequenzen anzubieten, kann sich der Spieler entscheiden, ob er positiv oder negativ auf eine Situation oder Frage reagiert. Dies bestimmt außerdem den Spielverauf, der sich dadurch in alternative Handlungsstänge aufspaltet und verschiedene Wege zur Lösung eines Problems eröffnet.

Obwohl sich die Neuauflage von The Bard's Tale nicht vor aktuellen Rollenspielen verstecken muss, bleibt ein Gefühl zurück, dass man aus dem Stoff durchaus hätte mehr herausholen können. Doch vielleicht liegen die Erwartungen an die Fortsetzung einer Rollenspiellegende auch nur besonders hoch.

Systemanforderung
• Pentium 4 1000, 256 MB, Win98+ Bestellen
• PlayStation2 Bestellen
• xBox Bestellen
Wertung
70% • Spielspaß
80% • Grafische Präsentation
• Geeignet für Gelegenheitsspieler

Gerd FreyALIEN CONTACT

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