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| ALIEN CONTACT 57 |
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Fiction > Alien Contact Computerspiele |
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| Wegen der Indizierung des
englischen Originals verzögerte sich die Fertigstellung der deutschsprachigen Version um
fast ein Jahr. Nun liegt Command and Conquer: Generäle zeitgleich mit der frisch
produzierten Missions-CD Die Stunde Null in den Händlerregalen. Der Unterschied
zum englischsprachigen Original ist jedoch marginal. Soldaten wurden kurzerhand in Cyborgs
umgetauft und mit Roboterstimmen ausgestattet, außerdem wurden ein paar heikle Missionen
entschärft oder entfernt. Darüber wurden die Selbstmordattentäter der IBG durch
ferngelenkte Bomben ersetzt. In Command and Conquer: Generäle verwirklichten die Entwickler alle Versprechen, die sie für das 1999 publizierte Command and Conquer 3 gegeben hatten. Obwohl die Fertigstellung der englischen Programmversion schon fast ein Jahr zurückliegt, gehört die gebotene 3D-Grafik noch immer zum Besten, was es im Strategiebereich zu sehen gibt. Besonders eindrucksvoll ist die aufwändige 3D-Landschaft mit Brücken, Häusern, Wasserflächen und ganzen Stadtszenarien. Auch die bombastischen Explosions- und Partikeleffekte lassen die Konkurrenz ziemlich blass aussehen. Allerdings ist Command and Conquer: Generäle in einem sehr zeitnahen Szenario angesiedelt und hinterlässt durch seinen direkten Bezug zu realen Konfliktherden zumindest einen schalen Beigeschmack.
Spielerisch gibt es dagegen nichts zu mäkeln. Wie schon in den Vorgängerspielen stehen dem Spieler drei Hauptkampagnen mit verschiedenen Kriegsparteien zur Auswahl - die Westliche Allianz (WA), die Internationale Befreiungsgruppe (IBG) und der Asiatische Pakt (AP). Jedes dieser Militärmächte verwaltet eigene Gebäude, Fahrzeuge und Einheiten und - sich von den gegnerischen Parteien unterscheidende - Militärtechnologien. So ist beispielsweise die IBG nicht von einer Energieversorgung abhängig und kann billiger Einheiten produzieren, dafür sind diese Einheiten schwächer, und es stehen keine High Tech-Waffen wie die verheerende Ionenkanone (die aus dem Orbit abgefeuert wird) zur Auswahl. Die WA dagegen ist eine hochgezüchtete High Tech-Armee, während der Asiatische Pakt mit einer großen Anzahl an Einheiten und ausgeklügelten Propagandamethoden die Konflikte für sich zu entscheiden versucht. Dank dieser unterschiedlichen Grundvoraussetzungen spielt sich jede Kampagne anders, und der Spieler muss sich - je nach Situation - eine neue Strategie zurechtlegen. Leider fehlt in Generäle eine spannende Hintergrundgeschichte. Man hat den Eindruck, querbeet Zufallsmissionen abzuarbeiten, ohne dabei ein Hauptziel vor Augen zu haben. In der Missions-CD wurde an dieser Stelle nachgebessert, der Spieler wird nun anhand von Nachrichtensendungen durchs Geschehen geführt. Außerdem stehen ein paar zusätzliche Einheiten, Fahrzeuge und Militärfähigkeiten zur Verfügung. |
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