ALIEN CONTACT Computerspiele

Command & Conquer 3: Operation Tiberian Sun

Electronic Arts/Westwood

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Nach den beiden sehr erfolgreichen Vorgängern und der immensen Wartezeit auf die lang angekündigte Fortsetzung schraubte sich auch die Erwartungshaltung in schwindelerregende Höhen. Die Entwickler versprachen eine Menge, hielten das Produkt aber bis zum endgültigen Erscheinungstermin unter Verschluß. Vor dem Hintergrund dieser großangelegten Werbekampagnen und ausufernden Versprechungen wirkt das fertige Spiel eher unscheinbar. Command & Conquer 3 leidet besonders unter mangelnder Innovation gegenüber den Vorläufern und vergleichbaren Konkurrenztiteln.

So sind auch die eigentlichen Spielaufgaben gleich geblieben. Der Spieler errichtet eine Basis (Bauhof), ein Kraftwerk zur Energiegewinnung und eine Raffinerie einschließlich Sammler. Der Sammler geht auf die Suche nach Tiberium (ein schnellwachsender und sehr energiereicher Kristall, der durch Meteore auf die Erde gelangte), baut es ab und bringt die Ladung in ein Silo. Auf diese Weise gewinnt man Energie, um weitere Bauwerke zu errichten und Einheiten zum Kampf oder für andere Aufgaben zu fertigen. In jeder Mission sind darüber hinaus bestimmte Ziele zu erfüllen (Zivilisten befreien, Feindstellungen erobern, Artefakte bergen usw.), um die Mission erfolgreich zu beenden.

Gerade auf grafischer Seite sind die auffälligsten Veränderungen bemerkbar. Liebevoll gestaltete Karten mit stimmungsvollen Lichteffekten machen die Erforschung der Umgebung zu einem Abenteuer. Der Spieler entdeckt unter anderem das Wrack eines gestrandeten Raumschiffs und muß es unter seine Kontrolle bringen. Neu ist das dynamische Landschaftsmodell, das unter anderem riesige Krater bei entsprechenden Explosionen erzeugt. Auch fliegen Wrackteile durch die Gegend, wenn ein Fahrzeug das Zeitliche segnet. Mißlungen sind die minimalen Animationen der Wasserflächen. Hier muß man sehr genau hinschauen, um überhaupt eine Bewegung auszumachen.

Auf dem futuristischen Schlachtfeld einer kriegsverbrannten Erde kann der Spieler zwei Kampagnen (jeweils in der Rolle des Guten oder Bösen) durchzocken und auch über Netzwerk oder Internet ein Spielchen wagen.

Verbessert wurde die künstliche Intelligenz der Einheiten, die nicht mehr kilometerlange Umwege machen, um zum Ziel zu kommen, und sich auch im Kampf geschickter verhalten. Das gilt besonders für die feindlichen Einheiten, die jeden Schwachpunkt in der eigenen Deckung gnadenlos zu ihrem Vorteil nutzen. Vorbildlich ist in Command & Conquer 3 die Spielsteuerung. Einfach und übersichtlich kann man seine Basis errichten, Einheiten bauen oder Angriffe steuern.

Die Hintergrundstory wird durch Filmszenen mit realen Schauspielern erzählt. Technisch brillant, wirkt die Spielhandlung jedoch klischeehaft und unoriginell. Der Oberbösewicht taucht wieder aus der Versenkung auf und bringt erneut Unheil übers Land. StarCraft, zwar technisch nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, war da mit seiner ausufernden Hintergrundgeschichte von ganz anderem Kaliber.

Ein halbautomatischer Missionsgenerator ermöglicht das Erstellen eigener Karten für Einzel- und Mehrspieler und gibt dem spielerisch sehr ausgewogenen Strategiegame den letzten Pfiff.

Systemanforderung:
• P166, 32 MB, Win 9x
Wertung:
85% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

Siehe auch:
Command & Conquer: Renegade (Electronic Arts)
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