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| Science
Fiction > Alien Contact Computerspiele |
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| Mehr als ein Jahr
verzögerte sich die Auslieferung des langersehnten 3-D-Shooters Daikatana von
John Romero, ehemaliger Mitbegründer der berühmten Softwareschmiede id. Diese
Verzögerung und die drei Jahre dauernde Entwicklungszeit merkt man dem Spiel besonders in
technischer Hinsicht an. So basiert die 3-D-Engine auf aufgebohrten Quake-2-Routinen.
Leider strapazierte man die Engine über ihre Möglichkeiten. Sichtbar wird dies - je nach
Grafikkarte - durch diverse Texturüberlagerungen und bisweilen auftretendes Flackern.
Zudem wirken die Levels farblich überladen und die Unterwassereffekte sind mehr als
dürftig. Wie die meisten vektorbasierenden 3-D-Engines liegen auch in Daikatana
die Stärken der Umsetzung in den Innenlevels. Daikatana legt großen Wert auf eine anspruchsvolle Hintergrundgeschichte. Japanische Mythologie - es geht um ein magisches Schwert (das Daikatana), das Zeitreisen ermöglicht -, Science-Fiction-Elemente und eine Spielhandlung, die sich über vier verschiedene Zeitepochen erstreckt, forderten den vollen Einsatz der Leveldesigner. Je nach Zeitepoche steht dem Spieler ein anderes Waffenarsenal zur Verfügung, das zum Teil recht effektvoll zum Einsatz gebracht werden kann. Eine weitere Besonderheit in Daikatana sind die beiden Mitstreiter, die man im Laufe der ersten Missionen befreit und die sich dem Spieler sogleich anschließen. Leider erschweren die beiden Neuzugänge dem Haupthelden das Actionleben häufiger, als daß sie ihm hilfreich zur Seite stehen. So werden diese hin und wieder durch Automatiktüren zermalmt oder laufen in eine übermächtige Gegnerschar. Leider endet das Spiel dann augenblicklich. Trotz fehlender Übersichtskarte geht dem Spieler durch das klar aufgebaute Leveldesign nie die Übersicht verloren. Allein zu unauffällig plazierte Schalter können - neben dem hohen Schwierigkeitsgrad - zur Spielbremse geraten. Angesichts der gut ausgearbeiteten Hintergrundgeschichte wirken die recht konservativen Spielaufgaben (töte Gegner, finde Schalter oder Schlüsselkarte, suche den Levelausgang) dem Game nicht angemessen. Die langatmigen Zwischensequenzen in Spielgrafik hätte man auch etwas gestraffter realisieren können. Unzählige, teils recht gut versteckte PowerUps und eine etwas eingeschränkte Speicherfunktion sorgen dennoch für ausreichend Spielmotivation. Fazit: Daikatana hat zwar mit diversen Detailschwächen zu kämpfen, ist aber für Genrefans allemal eine Investition wert. |
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