ALIEN CONTACT Computerspiele

Dark Project II

(Eidos)

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Eine namenlose mittelalterliche Stadt in einem Paralleluniversum. Spärlich beleuchtet der Mond ein prunkvolles Anwesen. Eine dunkle Gestalt gleitet von Schatten zu Schatten, dringt unbemerkt über einen Seiteneingang in das Hauptgebäude ein und versteckt sich in der Finsternis einer Nische, als die Stimmen von Wächtern hörbar werden. Nachdem sich die Schritte wieder entfernen, schleicht die Gestalt zum nächsten Treppenaufgang, stiehlt nebenbei einen goldenen Kerzenständer und geht vorsichtig die Stufen nach oben. Im ersten Stock ist es finster, und man sieht kaum die Hand vor Augen ...

Dark Project II läßt den Spieler wieder in die Haut des gerissenen Diebes und Ganoven Garret schlüpfen. Im ersten Moment erweckt das Spiel den Eindruck einer Missions-CD zu Teil 1, da die Menüoberfläche und die Grafikengine fast unverändert von dort übernommen wurden. Die eigentlichen Veränderungen sind subtiler Art. So wurden die Künstliche Intelligenz der virtuellen Spielfiguren und die Farbtiefe und Lichtberechnung der 3-D-Schauplätze verbessert. Für den Spieler bedeutet dies, daß Wachmänner oder die in Dark Project II vorkommenden mechanischen Kreaturen direkt auf Veränderungen in der Spielumgebung reagieren. Läßt man beispielsweise Türen geöffnet oder stiehlt einen auffällig plazierten Wertgegenstand, könnte das patrouillierende Wachmänner mißtrauisch machen.

Wie schon in Teil 1 ist der Spieler gezwungen, durch unauffälliges und meist gewaltfreies Vorgehen zum Ziel zu kommen. In den beiden schwierigeren Spielstufen darf man zusätzlich zur eigentlichen Missionsaufgabe niemanden töten, um die Mission erfolgreich zu beenden. Allenfalls ein Hieb mit dem Knüppel, der lästige Wachmänner unfreiwillig ins Traumland befördert, ist erlaubt. - Dark Project II lebt von der immer präsenten Spannung, nicht entdeckt zu werden, überraschenden Wendungen und der originellen Fantasygeschichte. Die besonders detailliert herausgearbeitete Geräuschkulisse - dem Spieler ist es sogar möglich, die Wachen bei ihren recht amüsanten Unterhaltungen zu belauschen - ergänzt ausgezeichnet das besondere Flair der Diebesgeschichte.

Die leicht angestaubte Grafik und die nur minimalen Veränderungen im Spielgeschehen sind die auffälligsten Schwachpunkte des ansonsten ausgezeichneten Ego-Schleichers.

Systemanforderung
PII 266, 32MB, Win9x
Wertung
90% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

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