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| Das Echtzeit-Rollenspiel Dark Secrets of Africa entführt den
Spieler in die mysteriösen Geheimnisse Afrikas am Ende des achtzehnten Jahrhunderts. Die
Hauptfigur erinnert stark an einen gewissen Harrison Ford in der Rolle des
charismatischen Abenteurers Indiana Jones. Gespielt wird in isometrisch dargestellten Landschaften und Einrichtungen, in denen man die Spielfiguren mittels Mausklick hin und her bewegt und diverse Aktionen durchführen kann. Zusätzlich zur eigentlichen Hauptfigur können sechs weiter Spielfiguren (Träger, Kämpfer usw.) angeheuert werden. Weiterhin müssen Vorräte verwaltet, Schätze geborgen und Feinde in die Flucht geschlagen werden. Grafisch überrascht das von 3-D-beschleunigter Hardware unabhängige Spiel durch verblüffende Lichteffekte, die mitunter den gesamten Bildschirm einnehmen, und realistische, durch ein Motion-Blur-Partikelsystem realisierte Wetterbedingungen. Die dargestellten Örtlichkeiten (Tempelruinen, Pyramiden oder Dschungelanlagen) wurden mit ausgesprochender Liebe zum Detail gestaltet. Für genügend Atmosphäre ist also gesorgt. Leider blieben die reichhaltigen Fähigkeiten des Grafikengines relativ ungenutzt. Die einzelnen Missionen sind nur oberflächlich durch eine übergreifende Story miteinander verbunden, so daß man die Möglichkeiten, die ein größerer Spielrahmen beinhaltet, verschenkt. Interaktion über Gespräche mit anderen Spielfiguren ist nicht möglich. Weitere Schwachpunkte sind einfallslos agierende Gegner, die ungenaue Steuerung und die simplen Rollenspiel- und Action-Elemente. Auch wurde der historische Hintergrund nur unzureichend in die Spielhandlung integriert. Durch das benutzerfreundliche Handling ist das Spiel dennoch eine gute Übung für Genreneulinge, die sich einmal an einem Iso-Rollenspiel versuchen wollen. Für Spieler mit komplexeren Rollenspiel-Ansprüchen ist Dark Secret of Africa jedoch weniger geeignet. |