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Devastation

Ascaron • 2003

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Die Welt in Jahr 2075 wird von einer Handvoll Megakonzerne bestimmt. Die ehemals demokratischen Strukturen wurden über Jahrzehnte hinweg ausgedünnt und besitzen keine politische Relevanz mehr. Die Erde ist inzwischen ein ausgebeuteter und ökologisch stark angeschlagener Planet, die meisten Menschen besitzen kaum mehr als ihre Kleidung auf dem Leib. Die Konzerne haben die Welt in weitreichende Machtterritorien aufgeteilt und besitzen eigene, militärisch organisierte Polizeieinheiten, die sich zynischerweise Friedensmilizen nennen.

Mit dem Anwachsen dieses lebensfeindlichen Kapitalismus entwickelten sich im Untergrund Widerstandsgruppen, die gegen die neue Ordnung rebellieren. Als die Konzerne anfingen, ihre Milizen mit Nanotechnologie auszurüsten, um von gefallenen Soldaten innerhalb weniger Sekunden identische Duplikate anzufertigen, entschlossen sich die zumeist voneinander unabhängigen Widerstandsgruppierungen, einen gemeinsamen Schlag gegen die Führungsspitze der Konzerne zu führen.

In Devastation schlüpft der Spieler in die Rolle von Flynn Haskell, dem Anführer einer kleinen Gruppe von Rebellen. In 20 Solomissionen bewegt sich der Spieler dabei in klassischer Shooter-Manier durch düstere Großstadtkomplexe, militärische Anlagen und Laborbereiche. In den meisten Abschnitten stehen Flynn andere Widerstandskämpfer zur Seite, denen er einfache Anweisungen geben kann.

Devastation lebt besonders vom detailverliebten Leveldesign und den realistischen Texturen. Dank der Unreal 2-Engine wirken die 3-D-Schauplätze sehr wirklichkeitsnah und Grafikeffekte wie Feuer oder Energieentladungen nahezu realistisch. Weniger gelungen ist die KI der Spielfiguren. Zwar sind gegnerische Einheiten zur Gruppenkoordination fähig oder weichen Schüssen aus, andererseits muss man den Gegnern bisweilen schon fast vor die Nase spazieren, um bemerkt zu werden. Zudem ist die Hintergrundgeschichte an den Haaren herbeigezogen, bietet zu wenige Überraschungen und vermag dem oft strapazierten Thema kaum neue Impulse zu vermitteln.

Außer den Solospielermissionen bietet Devastation einen umfangreichen Mehrspielerpart. Neben den üblichen Spielvarianten »Deathmatch«, »Team Deathmatch« oder »Capture the Flag« beinhaltet Devastation die Spielvariante »Territories«. Hier muss der Spieler mit seinen Teammitgliedern in die Basis des Gegners eindringen und dort die einzelnen Rebirth-Punkte zerstören. Sind alle Rebirth-Punkte eliminiert, müssen nur noch die gegnerischen Einheiten ausgeschaltet werden.

Insgesamt erweist sich Devastation als ein handwerklich gut umgesetzter 3D-Shooter mit einem anspruchsvollen Multiplayerpart, aber ärgerlichen KI-Schwächen. Ein Meilenstein des Genres ist er mangels Innovationen allerdings nicht.

Systemanforderung
• Pentium 3 700, 128MB, Win98+ Bestellen
Wertung
70% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

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