| Eine der bekanntesten Fantasy-Serien mit einer glühenden
Verehrerschaft hauptsächlich weiblicher Fans ist die Romanserie um die Drachenreiter
von Pern der amerikanischen Bestsellerautorin Anne McCaffrey. Die Romane spielen auf
dem fernen, erdähnlichen Planeten Pern, auf dem sich eine Gemeinschaft irdischer
Kolonisten ansiedelte, um die neue Welt für die Menschheit in Besitz zu nehmen. Verlief
die Kolonisierung zu Beginn ohne Komplikationen, näherte sich schon kurze Zeit später
eine schreckliche Gefahr. Alle 200 Jahre zieht der Rote Stern, ein riesiger Asteroid, an
Pern vorbei und ermöglicht es aggressiven Parasiten, von den Kolonisten später als »die
Fäden« bezeichnet, auf Pern überzuwechseln und ihr zerstörerisches Werk zu beginnen.
Viele Menschen starben bei diesem Ereignis. Um zu überleben, gingen die Siedler eine
ungewöhnliche Symbiose mit einer einheimischen Lebensform ein, die den Drachen aus der
irdischen Mythologie verblüffend ähnlich sieht. Bei dieser Symbiose schließt sich eine
geistige Verbindung zwischen einem Drachenwesen und dem auserwählten Menschen. Mit Hilfe
dieser feuerspeienden Geschöpfe gelang es den Siedlern, die Parasiten zurückzuschlagen
und ein normales Leben weiterzuführen. Doch die nächste Begegnung mit dem Roten Stern
lauert schon als dunkler Schatten in der Zukunft. Das Computerspiel Dragon Riders
orientiert sich nah an der literarischen Vorlage und ist daher besonders den Fans dieser
anspruchsvolleren Fantasy-Serie zu empfehlen. Das komplett als 3-D-Game realisierte
Programm spielt sich wie ein klassisches Grafikadventure mit vereinzelten, recht einfach
gehaltenen Kampfszenen. Die Dialoge mit anderen Spielcharakteren ufern oft aus, sind aber
selten langweilig, da man meist wichtige Hintergrundinformationen über verschiedene
Figuren und die Spielwelt erhält. Wirklicher Schwachpunkt in Dragon Riders sind
die simplen Aufgaben (finde Gegenstand, bringe Gegenstand von A nach B, übergib/benutze
Gegenstand, streiche die Belohnung ein), die der anspruchsvollen Hintergrundgeschichte
nicht gerecht werden. Grafisch wirkt die Spielwelt etwas zu kantig, und die Texturen
erscheinen leicht verwaschen. |
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