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Dungeon Keeper 2

ElectronicArts/Bullfrog

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Das innovative Spielkonzept von Dungeon Keeper sorgte seinerzeit für allgemeine Begeisterung unter Spielern und Presse. In der Rolle des bösen Finsterlings konnte man ein mächtiges unterirdisches Reich errichten, um später an die funkelnden Schätze edler Schloßherren oder anderer Keeper zu gelangen.

Doch leider ist man am Anfang nur ein schwächlicher Bösewicht, dem sogar eine Handvoll Zwerge gefährlich werden kann. Deshalb ist es notwendig, genügend übelgelaunte, boshafte, hinterhältige und vor allem angriffslustige Kreaturen der Finsternis anzulocken.

Der Imp, die für einen funktionierenden Dungeon unentbehrlichste Figur, steht dem Spieler schon von Beginn an zur Verfügung. Diese emsigen und vor allem anspruchslosen Gesellen buddeln Gänge ins Erdreich, legen Kammern frei, verstärken Wände, bauen Gold ab und erledigen noch so manch andere Drecksarbeit. Da die anzulockenden Monster durchaus anspruchsvoll sind, muß man sich als Fürst der Finsternis ganz schön ins Zeug legen. Da sind Schlafräume, Geflügelfarmen, eine Bibliothek, Schatzkammern (immer gut gefüllt) oder Trainingsräume zu errichten. Fühlt sich nämlich ein Monster vernachlässigt, sucht es schnell das Weite, und der Keeper hat einen Kämpfer weniger.

Wie auch der Vorgänger verknüpft Dungeon Keeper 2 verschiedene Spielgenres miteinander. Der größte Part ist die Aufbausimulation. Zuerst muß ein Dungeon angelegt werden, Gold ist zu horten, und Kreaturen müssen angelockt werden. Beim Training oder im Kampf kommt ein Schuß Rollenspiel hinzu, da durch Übungen im Trainingsraum oder während der Schlachten Erfahrungswerte und neue Fähigkeiten erlangt werden. Schlüpft der Spieler mit dem Zauberspruch »Symbiose« in eine seiner Figuren, spielt sich Dungeon Keeper 2 wie ein 3-D-Shooter. Der Schlußpart jeder Mission ist die finale Schlacht in Echtzeit - der Strategieteil sozusagen. Ein besonderes Lob verdient die gut durchdachte Spielsteuerung.

Dungeon Keeper 2 bietet gegenüber dem Vorgänger jedoch wenig Innovatives. Vielmehr bemühten sich die Programmierer um Detailverbesserungen, eine grundlegende Überarbeitung der Grafik (sämtliche Objekte wurden aus 3-D-Bausteinen erstellt) und eine noch ausgewogenere Spielsteuerung.

Dungeon Keeper 2 ist ein Hardwarefresser. Zwar kann man das Spiel auch auf einem einfachen Pentium laufen lassen, muß dann aber so viele Grafikoptionen deaktivieren, daß daß Spiel nur halb soviel Spaß macht.

Systemanforderung
• P200, 32MB, Win9x
Wertung
85% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

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