Echelon
Ubi Soft 2002
| Die russischen Entwickler von Echelon
zeichnen ein düsteres Zukunftsbild für die menschliche Zivilisation. Sämtliche von
irdischen Siedlern bewohnte Planeten der Galaxis wurden durch nukleare Kriege verwüstet.
Nachdem nur noch einige versprengte Reste der Menschheit ums Überleben kämpfen, greift
auch noch eine Alienzivilisation in die Kriegshandlungen ein. Der Spieler schlüpft in
die Rolle eines jungen Piloten und darf mit verschiedenen Raumjägern gegen die
außerirdischen Angreifer vorgehen. Die zu absolvierenden Einsätze sind abwechslungsreich
und bieten vom harten Dogfight über Begleitschutz bis hin zu Geheimaufträgen hinter
feindlichen Linien jede Menge Action. Seine eigentlichen Stärken spielt Echelon
in der grafischen Umsetzung aus. Mit genügend MHz-Power und einer T&L-Grafikkarte
unter der Rechnerhaube bekommt der Spieler eine atemberaubende 3D-Optik geboten. Man
steuert seinen futuristischen Flieger über erstaunlich wirklichkeitsnahe Gebirgszüge und
jagt über ausgedehnte animierte Wasserflächen. Steuert man den jeweiligen Raumjäger
nahe am Boden entlang, werden Staubfontänen hochgewirbelt. Die ganze Szenerie überspannt
ein farbenfroher Himmel, über den transparente Wolkenschichten hinwegziehen. Bump-Mapping
(sorgt für strukturierte Oberflächen) und Mip-Mapping (erzeugt angepaßte Texturen
abhängig von der Entfernung zum Objekt) lassen Landschaften und Gebäude selbst aus
unmittelbarer Nähe detailliert und plastisch erscheinen.

Leider ist es gar nicht so einfach, sich mit einem Raumjäger über die prachtvollen
Landschaften zu bewegen. Die Steuerung reagiert schwammig und berücksichtigt auch das
Trägheitsverhalten des gewählten Flugobjekts. Gerade während der ersten Missionen
knallt man nach so manch gewagtem Manöver gegen einen Berg oder muß feindliche
Stellungen mehrfach ansteuern, um einen direkten Treffer zu landen. Gerade angesichts der
erstklassigen technischen Umsetzung vermißt man eine interessante und gut umgesetzte
Hintergrundgeschichte im Spiel. Der Pilot, in dessen Haut der Spieler während der
Einsätze schlüpft, bleibt gesichtslos und ohne Identifikationspotential. |
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- Systemanforderung:
- Pentium 2 400, 128MB, Win95+, 3D-Grafikkarte

- Wertung:

70%
Spielspaß
Gerd
Frey ALIEN CONTACT
- Siehe auch:
Spiele-Index
ALIEN CONTACT