![]() |
| ALIEN CONTACT 54 |
| Science
Fiction > Alien Contact Computerspiele |
|
Die Erwartungen an die
Spieleumsetzung von Matrix
(USA 1999) eines der aufwendigsten Science-Fiction-Filme
der letzten Jahre, sind enorm. Das Entwicklungsstudio Shiny, hauptsächlich durch die
verrückten und schwarzhumorigen Actionspiele MDK 1 +
2 oder das geniale Sacrifice
bekannt geworden, versuchte sich an diesem schwierigen Project. Enter the Matrix
hinterlässt nach der ersten Spielstunde den Eindruck, dass den Programmierern und
Künstlern noch einige Monate Entwicklungszeit gefehlt haben. Das fängt bei den mitunter
sehr ärmlichen Texturen an, geht über lächerlich wirkende Animationen, wenn die
Spielfigur Leitern oder Drahtzäune hochklettert, und findet einen unrühmlichen
Höhepunkt in der fehlerhaften Autokonfiguration. Gerade letztere dürfte Besitzer von
neueren Grafikkarten an den Rand der Verzweiflung treiben. Aktuelle Grafikbeschleuniger
erkennt das Programm nicht und setzt den Detaillevel auf Null. Dann kann sich der Spieler
an quadratischen Autoreifen und kubistischen Spielfiguren erfreuen. Glücklicherweise kann
man mit einem Texteditor diesem Missstand schnell ein Ende bereiten. Einfach die Datei
MatrixConfig.ini öffnen und den Eintrag MAX_LOD=0 in MAX_LOD=1
abändern, abspeichern und fertig. Jetzt direkt die Matrix.exe ausführen, und alle
Objekte dürften mit deutlich mehr Polygonen berechnet werden.
Trotz der technischen Schwächen erweist sich Enter the Matrix als gute Filmumsetzung. Gerade die spektakulären Kampfszenen wurden recht eindrucksvoll in Szene gesetzt. Besonders der aktivierte Fokus-Modus, in dem das Spiel wie in Zeitlupe abläuft und sich der Spieler schneller als seine Kontrahenten bewegen kann, ist schick anzusehen. So kann der Spieler im Fokus-Modus Geschossen ausweichen, an Wänden entlang laufen oder gewaltige Sprünge vollführen. Im Laufe der Spielhandlung verbessern sich die Fähigkeiten der eigenen Spielfigur, und bald ist sie in der Lage, immer schneller zu kämpfen und noch wirkungsvollere Kampftechniken einzusetzen. Um den Wiederspielwert zu erhöhen, kann der Spieler beim ersten Start von Enter the Matrix entscheiden, ob er den Kampf gegen die Maschinen lieber als Ghost oder Niobe antritt. Beide Spielfiguren bieten mitunter deutlich voneinander abweichende Aufgabenstellungen. Grafisch ist Enter the Matrix recht durchwachsen. Manche Level sind bekannten Schauplätzen der Filme nachempfunden und wirken sehr authentisch, während andere Örtlichkeiten bisweilen etwas trist erscheinen. Ein deutlicher Pluspunkt des Spiels ist die spannende Hintergrundgeschichte mit extra dafür gedrehten Filmszenen. Enter the Matrix ist vielleicht nicht das erhoffte Ereignis der Spielgeschichte - ein sehr gutes Actiongame mit Atmosphäre ist es aber allemal. |
![]() |
| ALIEN CONTACT 54 |