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Enter the Matrix

Atari (Infogrames) • 2003

Science Fiction > Alien Contact
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Die Erwartungen an die Spieleumsetzung von Matrix (USA 1999) eines der aufwendigsten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre, sind enorm. Das Entwicklungsstudio Shiny, hauptsächlich durch die verrückten und schwarzhumorigen Actionspiele MDK 1 + 2 oder das geniale Sacrifice bekannt geworden, versuchte sich an diesem schwierigen Project. Enter the Matrix hinterlässt nach der ersten Spielstunde den Eindruck, dass den Programmierern und Künstlern noch einige Monate Entwicklungszeit gefehlt haben. Das fängt bei den mitunter sehr ärmlichen Texturen an, geht über lächerlich wirkende Animationen, wenn die Spielfigur Leitern oder Drahtzäune hochklettert, und findet einen unrühmlichen Höhepunkt in der fehlerhaften Autokonfiguration. Gerade letztere dürfte Besitzer von neueren Grafikkarten an den Rand der Verzweiflung treiben. Aktuelle Grafikbeschleuniger erkennt das Programm nicht und setzt den Detaillevel auf Null. Dann kann sich der Spieler an quadratischen Autoreifen und kubistischen Spielfiguren erfreuen. Glücklicherweise kann man mit einem Texteditor diesem Missstand schnell ein Ende bereiten. Einfach die Datei MatrixConfig.ini öffnen und den Eintrag MAX_LOD=0 in MAX_LOD=1 abändern, abspeichern und fertig. Jetzt direkt die Matrix.exe ausführen, und alle Objekte dürften mit deutlich mehr Polygonen berechnet werden.

Trotz der technischen Schwächen erweist sich Enter the Matrix als gute Filmumsetzung. Gerade die spektakulären Kampfszenen wurden recht eindrucksvoll in Szene gesetzt. Besonders der aktivierte Fokus-Modus, in dem das Spiel wie in Zeitlupe abläuft und sich der Spieler schneller als seine Kontrahenten bewegen kann, ist schick anzusehen. So kann der Spieler im Fokus-Modus Geschossen ausweichen, an Wänden entlang laufen oder gewaltige Sprünge vollführen. Im Laufe der Spielhandlung verbessern sich die Fähigkeiten der eigenen Spielfigur, und bald ist sie in der Lage, immer schneller zu kämpfen und noch wirkungsvollere Kampftechniken einzusetzen.

Um den Wiederspielwert zu erhöhen, kann der Spieler beim ersten Start von Enter the Matrix entscheiden, ob er den Kampf gegen die Maschinen lieber als Ghost oder Niobe antritt. Beide Spielfiguren bieten mitunter deutlich voneinander abweichende Aufgabenstellungen.

Grafisch ist Enter the Matrix recht durchwachsen. Manche Level sind bekannten Schauplätzen der Filme nachempfunden und wirken sehr authentisch, während andere Örtlichkeiten bisweilen etwas trist erscheinen. Ein deutlicher Pluspunkt des Spiels ist die spannende Hintergrundgeschichte mit extra dafür gedrehten Filmszenen. Enter the Matrix ist vielleicht nicht das erhoffte Ereignis der Spielgeschichte - ein sehr gutes Actiongame mit Atmosphäre ist es aber allemal.

Systemanforderung
• Pentium 3 800, 128MB, Win98+ Bestellen
• PlayStation 2 Bestellen
• xBox Bestellen
• GameCube Bestellen
Wertung
80% • Spielspaß
Zubehör
• Lösungsbuch Bestellen
Siehe auch
The Matrix- Path of Neo (2005)

Gerd FreyALIEN CONTACT

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