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Evil Genius

Sierra • 2004 • Strategie

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Ganz in der Tradition des erfolgreichen Spieleklassikers Dungeon Keeper entwickelten die Programmierer und Grafiker von Elixir ein humorvolles Spiel um einen »Bösen Weltherrscher«, das gekonnt James-Bond-Filme und deren Ableger persifliert. Ähnlich wie in Dungeon Keeper muss man eine unterirdische Basis errichten, die man mit verschiedenen zweckgebundenen Räumen ausstattet, um beispielsweise Schätze zu lagern, Energie zu erzeugen, feindliche Agenten auszuquetschen oder Kleinganoven zu besseren Mitarbeitern ausbilden zu lassen. Um diese bei Laune zu halten, sollte man eine Kantine, Getränkeautomaten oder Tischtennisplatten aufstellen. Um einfache Arbeiter zu qualifizieren, muss man gegnerische Agenten fangen und einer Zwangsbefragung unterziehen. Dabei nimmt der Verhörende das Wissen des Verhörten auf und kann es später an einem Ausbildungsplatz an andere Arbeiter weitergeben.

Damit es feindlichen Agenten nicht zu leicht fällt, in die Basis des zukünftigen bösen Weltherrschers einzudringen, kann man sie mit einer Vielzahl von Überwachungseinrichtungen und Fallen bestücken. Direkte Kontrolle hat der Spieler ausschließlich über seinen Avatar - hier kann er zwischen drei Oberschurken wählen - und seiner rechten Hand. Sämtliche andere Figuren wie Arbeiter, Kammerdiener oder Techniker reagieren ausschließlich auf allgemeine Befehle und gehen sonst ihren eigenen Bedürfnissen nach.

Um ein wirklich böser Oberschurke zu werden, muss man seinen Einflussbereich auf die ganze Welt ausdehnen. Hierfür kann man auf einer Weltkarte seine Agenten mittels Hubschrauber zu allen möglichen Orten auf der Erde dirigieren. Dort können sie entweder Geld stehlen, eine »Infame Aktionen« starten oder einfach nur abwarten. »Infame Aktionen« - Entführungen, Sabotage, Spionage - sind der Schlüssel zur Weltherrschaft. Nur mit »Infamen Aktionen« ist es möglich, sich im Spiel weiterzuentwickeln und ein wirklich finsteres Genie zu werden.

Grafisch präsentiert sich Evil Genius im Comic-Look der sechziger bis siebziger Jahre. Etwas mehr Verspieltheit in dieser Hinsicht hätte dem Spiel durchaus gut getan. Trotz 3D-Grafik mit Spiegeleffekten wirken die Räume wirken lieblos designt, und auch viele Inventargegenstände machen einen eher kümmerlichen Eindruck.

Systemanforderung
• Pentium 3 800, 128 MB, Win98+ Bestellen
Wertung
80% • Spielspaß
70% • Grafische Präsentation
• Geeignet für Gelegenheitsspieler

Gerd FreyALIEN CONTACT

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