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Fiction > Alien Contact Computerspiele |
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| In Literatur, Film und
Computerspielen finden sich unzählige Geschichten in Endzeitwelten. Doch gerade Filme und
Computerspiele neigen dazu, sehr oberflächlich mit dem Thema umzugehen. Das ohnehin schon
zum Klischee verkomme »Nach der großen Katastrophe«-Szenario wurde in den letzten
Jahren weiter zur inhaltsleeren Kulisse stilisiert. The Fall: Last Days of Gaia erfindet das Genre nicht neu, überrascht aber dennoch durch seine dichte Hintergrundgeschichte und die enorme Handlungsfreiheit. Zu Spielbeginn übernimmt man die Geschicke eines heimatlosen Wüstenbewohners. Nachdem seine Familie bei einem Überfall fast vollständig ausgelöscht wurde, irrt er auf der Suche nach einer neuen Heimat durch die Wastelands und hofft, dass zumindest seine Schwester den Mördern entkommen konnte. Bei seiner fast aussichtslosen Suche trifft er schließlich auf eine größere Ansiedlung, in der ein selbsternannter Präsident für Recht und Ordnung sorgt. In der Hoffnung auf bessere Zeiten schließt er sich der neuen Gemeinschaft an und trifft sogar auf einen alten Bekannten. Ab jetzt beginnt die eigentliche Handlung von The Fall. Eine Vielzahl unterschiedlicher Aufträge erwarten den Helden, für deren Bewältigung ihm bis zu fünf weitere Mitstreiter zur Seite stehen. Viele Aufgaben lassen sich auf verschiedene Art und Weise bewältigen, und der Einsatz von Waffen ist nicht immer der effektivste und empfehlenswerteste. Die Figuren besitzen dabei eine Vielzahl von Aktionsmöglichkeiten.
Die Grafik erweist sich als recht durchwachsen. Den kargen Wüstenlandschaften fehlt es an Abwechslung, und die Modelle der Spielfiguren hätten durchaus ein paar Polygone mehr vertragen. Auch in Bezug auf Licht, Partikel- und Spiegeleffekte bekommt man bei anderen Spielen mehr geboten. Um so überraschender ist es, dass die Hardwareanforderungen sogar neue Rechner an ihre Leistungsgrenzen bringen. Stellt man unter Optionen die Sichtweite auf maximal, ruckelt die Darstellung auch auf High End-Systemen mit neuester Grafik-Power. Ohne hochgeschraubte Antialiasing-Einstellungen und mit mittlerer Sichtweite lässt sich The Fall aber auch mit durchschnittlich ausgestatteten Computern gut spielen. Obwohl man die Spielfiguren auch mittels Tastatur durch die endzeitlichen Wüstengebiete steuern kann, erweist sich die Maussteuerung - ähnlich wie bei einem Strategiespiel - als am einfachsten und effektivsten. Bei Feindkontakt pausiert das Spiel, und man kann seinen Kämpfern in Ruhe Befehle erteilen. The Fall lässt sich außerdem so konfigurieren, dass es bei den verschiedensten Situationen den Spielablauf einfriert. Selbstverständlich kann man das Spiel auch zu jedem beliebigen Zeitpunkt manuell anhalten, den eigenen Leuten Befehle erteilen und dann das Spiel wieder fortsetzen. The Fall spielt sich daher etwas strategischer als andere Endzeitrollenspiele und ist nicht ganz so hektisch. Leider ist das Spiel nicht vollständig Bug-bereinigt und hängt sich hin und wieder ohne erkennbare Ursache auf. |
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