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| ALIEN CONTACT 53 |
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| Im Weltraumstrategiespiel Haegemonia
ist die Menschheit zweigeteilt. Die terranische Zentralregierung und die im Sonnensystem
gewachsenen Kolonien (an ihrer Spitze der Mars) stehen sich im Jahre 2104 feindlich
gegenüber. Dabei hatte die Besiedlung der erdnahen Planeten so hoffnungsvoll begonnen.
Doch im Laufe der Zeit verschoben sich die Machtverhältnisse, und die Kolonialwelten
verlangten von der Zentralregierung größere Unabhängigkeit und mehr Befugnisse.
Während die terranische Zentralregierung weitestgehend an den alten Zuständen festhalten
wollte, forderten die Kolonien ein großes Stück vom Kuchen der Macht. Die Fronten waren
verhärtet. Als dann auch noch eine Delegation der Kolonialwelten einem Angriff von
unbekannter Seite zum Opfer fiel, kam es zum offenen Konflikt. In Haegemonia stehen zwei Hauptkampagnen (Terraner und Kolonisten) und ein umfangreicher Multiplayerpart (inkl. Kooperationsmodus) zur Verfügung. Auch die Hintergrundgeschichte überrascht mit unerwarteten Wendungen, denn der Konflikt zwischen Erde und Kolonialwelten ist nur der Auftakt zu einer sternenübergeifenden Auseinandersetzung mit andern, nichtirdischen Kontrahenten. Haegemonia ist eine grafisch opulente Space Opera, in der dem Spieler eine Vielzahl von Managementaufgaben übertragen werden. Zu Beginn sind es die Planeten des eigenen Sonnensystems, die als Stützpunktknoten dienen und mit denen man Kampfeinheiten produzieren oder Forschungen betreiben kann. Durchs All treibende Asteroiden können zur Ressourcengewinnung genutzt werden, müssen aber auch gegen feindliche Übergriffe verteidigt werden. Um die Verwaltung der verschiedenen Kampfeinheiten zu erleichtern, werden diese automatisch in - von der Anzahl her frei zu definierenden - Gruppen produziert und können nach Fertigstellung auch nur als geschlossene Gruppe kommandiert werden. Trotz dieser steuerungstechnischen Erleichterung geht dem Spieler angesichts des riesigen Spieluniversums schon mal die Orientierung verloren.
Grafisch macht Haegemonia einen hervorragenden Eindruck. Riesige Raumstationen - die ein wenig an Deep Space Nine erinnern - Bergbauminen, Raumschiffe, Raumjäger und ein leuchtendes Sternenpanorama mit Planeten und Monden lassen den Weltraum am Computermonitor lebendig werden. Besonders die imposanten und mit unzähligen Lichtern gespickten Raumstationen lassen so manche Filmkulisse hinter sich. Eindrucksvoll sind auch die prächtigen Explosionen mit davontreibenden Trümmerwolken. Zugunsten der Spielbarkeit haben in Haegemonia die Entfernungsverhältnisse zwischen den Planeten nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Dafür gaben sich die Entwickler große Mühe, die Planeten- und Mondoberflächen möglichst realistisch umzusetzen. Haegemonia ist eine gute Alternative zum noch heute empfehlenswertem Homeworld, mit einer eigenständigen Hintergrundgeschichte und intelligenter Spielsteuerung. Das fehlende Tutorial macht es Einsteigern jedoch unnötig schwer, einen schnellen Spieleinstieg zu finden. |
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