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| Homeworld versetzt Sie in die unendlichen Weiten des Weltalls.
Eine außerirdische Zivilisation wird durch die Entdeckung eines Artefakts mit der
Tatsache konfrontiert, daß sich ihre eigentliche Heimatwelt in einem anderen, weit
entfernten Sternensystem befindet und nicht jener lebensfeindliche Planet ist, auf dem sie
die letzten Jahrtausende verbracht hat. Es wird entschieden, ein riesiges Mutterschiff zu
bauen und damit die gesamte Bevölkerung in Cryo-Kammern zur alten Heimat
zurückzubringen. Nachdem die riesige Weltraumarche Generationen später endlich
startbereit im Dock liegt, findet ein Testflug durch den Überraum statt. Am Zielpunkt
soll ein vorausgeschicktes Forschungsschiff die Arche empfangen. Als das Mutterschiff den
anvisierten Treffpunkt erreicht, findet man nur Trümmer. Schnell wird klar, daß das
Forschungsschiff einem Angriff zum Opfer gefallen ist. Es kommt jedoch noch schlimmer: Als
das Schiff zum Startpunkt zurückkehrt, ist auch der bisherige Heimatplanet zerstört.
Ohne weitere Unterstützung macht sich das Mutterschiff auf die Suche nach der alten
Heimat. Aber irgendwo lauert ein verbissener Feind, der diese Heimkehr um jeden Preis
verhindern will. Die Hintergrundgeschichte, die ein wenig an Kampfstern Galaktica erinnert, ist abwechslungsreich und überzeugt durch ein komplexes Spielgeschehen. Homeworld nutzt als erste PC-Space-Opera einen dreidimensionalen Hintergrund, um ein Strategiespiel zu realisieren. Ballerfans, die selbst im Cockpit ihres Jägers feindliche Schiffe farbenprächtig pulverisieren wollen, kommen in Homeworld nicht auf ihre Kosten. Vielmehr ist Beschützerinstinkt gefragt. So steuert der Spieler das Mutterschiff durch die einzelnen Episoden der kosmischen Odyssee, baut Sonden, um die Gegend zu erkunden, schickt Rohstoffernteschiffe in Asteroidengürtel, um Baumaterialien zu gewinnen, entwickelt in Forschungsschiffen neue Technologien und konstruiert die unterschiedlichsten Kampfraumer. Optisch ist Homeworld ein Augenschmaus. So detaillierte Raumschiffe gab es bisher in noch keinem anderen Spiel zu sehen. Ob es die farbigen Rümpfe der Raumschiffe sind, auf denen sich Bemalung und Strukturen wiederfinden, die farbigen Lichtquellen der Triebwerke oder die so manches Mal bildschirmfüllenden Explosionen, Homeworld läßt Star Wars & Co fast hinter sich. Die dreidimensionale Steuerung erscheint im ersten Augenblick etwas verwirrend, ist aber nach ein wenig Eingewöhnungszeit kein Problem mehr. Im eigentlichen Spielgeschehen muß der Spieler seine Schiffe, die er zu unterschiedlich gemischten Gruppen zusammenstellen kann, durch ein riesiges dreidimensionales Spielfeld steuern. Um das Mutterschiff vor Angriffen zu schützen, sollte er unterschiedliche Taktiken anwenden. So kann er beispielsweise auf die Übermacht unzähliger Angriffsjäger setzen oder mit den relativ trägen, aber feuerstarken Großkampfschiffen sein Glück versuchen. Der gezielte Einsatz der richtigen Schiffe ist in Homeworld überlebenswichtig. Schnell haben sich ganze Geschwaderstaffeln in Sternenstaub verwandelt, wenn man mit schlecht zusammengestellten Schiffen ein Ziel angreift. Bis auf den gelegentlich recht saftigen Schwierigkeitsgrad und die beachtlichen Hardwareanforderungen (um Homeworld in grafisch guter Qualität flüssig spielen zu können, sollte ein PII 300 auf dem Board seine Arbeit verrichten) ist Homeworld allen Space-Opera-Fans uneingeschränkt zu empfehlen. |
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