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Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft

LucasArts/ElectronicArts • 2003

Science Fiction > Alien Contact
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Die ersten Indy-Spiele produzierte LucasArts Anfang der Neunziger. Die Spieleindustrie steckte noch in den Kinderschuhen, und LucasArts gelang mit diesen Grafik-Adventures der große Wurf. Quasi über Nacht wurde LucasArts zum bekanntesten Spieleproduzenten jener Zeit. Nach der großen Flaute im Bereich der Adventure-Spiele erschienen auch keine Indy-Spiele für den PC mehr. Erst 1999 gab es mit Indiana Jones und der Turm von Babel ein Wiedersehen mit dem charismatischen Archäologen. LucasArts änderte das Spielprinzip und schuf ein Action-Adventure mit starken Anleihen bei den Tomb Raider-Spielen. Überholte Grafik und ein schlecht ausballancierter Schwierigkeitsgrad machten das Spiel jedoch allenfalls für eingefleischte Indiana-Jones-Fans interessant.

In Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft zeigt sich das digitale Abbild von Harrison Ford glücklicherweise wieder von der besten Seite. Zeitgemäße 3-D-Grafik mit stimmungsvollen Örtlichkeiten, schicke Lichteffekte - wie die durch Felsenöffnungen fächernden Sonnenstrahlen - und aufwendig modellierte Spielfiguren lassen das Spielerherz höher schlagen. Hinzu kommt die deutsche Synchronstimme von Harrison Ford und eine packende Abenteuergeschichte. Wer jetzt noch kein Indiana-Jones-Feeling verspürt, dürfte auch an den Filmen keinen großen Gefallen gefunden haben.

In der Hintergrundgeschichte geht es um Das Herz des Drachen, ein mächtiges Artefakt, das den Besitzer in die Lage versetzt, die Gedanken anderer Menschen zu beherrschen. Der Schlüssel zu dem Artefakt besteht aus drei Teilen, die - wie nicht anders zu erwarten - überall auf dem Globus verteilt sind. So bereist Indy wie gewohnt die halbe Welt und gelangt von Ceylon nach Prag über Istanbul bis nach China.

Anders als in den frühen Adventures stehen Action-Elemente im Vordergrund. Indy muss sich mit Elfenbeinschmugglern, Ninjas und anderen Schurken herumprügeln und kann dabei auf seine berühmte Peitsche sowie auf Pistolen oder Schrotflinten zurückgreifen.

Leider gibt es auch in diesem Indy-Abenteuer Schattenseiten. Am meisten Ärger macht die unfaire Auto-Save-Funktion. Gespeichert wird der Spielstand ausschließlich bei einem Abschnittswechsel. Das ist gerade bei den hin und wieder vorkommenden Sprungeinlagen über tödliche Abgründe hinweg frustrierend. Ein zu kurz (oder zu weit) angesetzter Sprung - und man darf den gesamten Abschnitt erneut durchspielen. Auch nicht hundertprozentig gelungen ist die Spielsteuerung. Indy reagiert zum Teil etwas schwammig auf diverse Bewegungsversuche und gerät dabei in unnötige Gefahr.

Systemanforderung
• Pentium 3 800, 128MB, Win98+ Bestellen
• PlayStation 2 Bestellen
• xBox Bestellen
Wertung
80% • Spielspaß
Siehe auch
Jäger des verlorenen Schatzes (Raiders of the Lost Ark • USA 1980)
Indiana Jones und der Tempel des Todes (Indiana Jones and the Temple of Doom • USA 1984)
Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (Indiana Jones and the Last Crusade • USA 1989)

Gerd FreyALIEN CONTACT

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