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Fiction > Alien Contact Computerspiele |
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| Im Jahr 1984 entdeckten
Forscher in der Antarktis den Meteoriten AHL8400L, der marsianischer Herkunft zu sein
scheint. Acht Jahre später berichtet die NASA über Spuren außerirdischer
Kleinorganismen in diesem Meteoriten. Die NASA konzentriert daraufhin ihr
Raumfahrtprogramm auf die Erforschung des roten Planeten und nimmt 2009 die erste bemannte
Marsstation Vita 1 in Betrieb. Fast zehn Jahre später bricht die Verbindung zu Vita 1 ab.
Die letzten Meldungen lassen auf ein Unglück schließen und das Schlimmste vermuten. Am 17. Juni 2019 landet ein dreiköpfiges Rettungsteam auf dem Mars und betritt durch drei weit voneinander getrennte Eingangsschleusen die recht ausgedehnten Forschungsanlagen von Vita 1. Man hofft, durch dieses dezentralisierte Vorgehen die Überlebenschancen der Rettungsmannschaft zu verbessern. Martian Gothic übergibt ab diesem Zeitpunkt dem Spieler die Kontrolle über das dreiköpfige Rettungsteam. Mit der Tabulatortaste kann man jederzeit zwischen den einzelnen Personen hin und her wechseln. Da sich die drei Raumfahrer an völlig verschiedenen Positionen in der Forschungsstation befinden, können sie nur über Funk miteinander kommunizieren. Der Austausch von Gegenständen ist über eine Art Rohrpostsystem möglich. Martian Gothic ist ein schaurig-schönes Horror-Science-Fiction-Adventure. Bei der Gestaltung orientierte man sich an klassischen Science-Fiction-Filmen, so daß der marsianische Außenposten in einem stilvollen SF-Nostagieambiente gehalten wurde. Die technischen Einrichtungen - obwohl computergesteuert und kompliziert - erinnern deshalb eher an die Inneneinrichtung der Nautilus von Kapitän Nemo als an moderne Laboranlagen. Spieler mit dünnem Nervenkostüm sollten die Finger von Martian Gothic lassen. Die Raumstation Vita 1 gleicht einem Schlachtfeld, und überall liegen Leichen herum. Zu allem Überfluß geistern einige von ihnen als Zombies durch die Gänge und sorgen für unerwartete Schockeffekte. Einen ebenfalls nicht unwesentlichen Einfluß auf die beklemmende Spielatmosphäre hat die ausgezeichnete Musikdramaturgie. Bei der Suche nach den Ursachen für das schreckliche Blutbad durchstreifen die 3-D-Charaktere vorgezeichnete Hintergründe, die durch animierte Objekte, transparenten Rauch oder flackernde Lichtquellen die Illusion einer aktiven Umwelt erzeugen. Ein Manko des Spiels ist die leider recht umständliche und unpraktische Verwaltung der Spielspeicherstände. Speichern ist nur an bestimmten Orten in der Raumstation möglich, und zu allem Übel sind auch die Speicherstände begrenzt. |
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