NIBIRU: Der Bote der Götter
dtp 2005 Adventure
| Für Martin Holan, einem
jungem Archäologiestudenten, beginnt das größte Abenteuer seines Lebens mit einem
grausamen Mord. Eigentlich sollte er nur nach Prag reisen, um sich von einer weiblichen
Kontaktperson einen Pass übergeben zu lassen, mit dem er hofft, Zugang zu neuen
archäologischen Funden aus der Nazizeit zu erhalten. An dem vereinbarten Treffpunkt
wartet er jedoch vergebens. Martin Holan macht sich deshalb zur Wohnung seiner
Kontaktperson auf, muss dort aber mit Entsetzen feststellen, dass die junge Frau ermordet
wurde. Mit etwas Glück gelangt er an geheime Unterlagen und erfährt von dem Projekt
Nibiru, an dem die Nazis noch bis kurz vor Kriegsende arbeiteten, und mit dem sie hofften,
den Ausgang des Krieges zu ihren Gunsten beinflussen zu können. Nach den aufgefundenen
Unterlagen ist Nibiru der Name eines vermuteten, aber bisher noch unentdeckten Planeten
weit ausserhalb der Plutobahn. Kurz entschlossen entscheidet sich Martin Holan, die
Grabungsstätte - ein neuentdecktes Tunnelsystem nur wenige Autostunden von Paris entfernt
- aufzusuchen und Licht ins Dunkel der Nibiru-Forschungen zu bringen. NIBIRU:
Der Bote der Götterist ein dialoglastiges Point-and-Click-Adventure mit wunderschön
gestalteten Schauplätzen. Die tschechischen Entwickler schufen schon mit dem 2004
publizierten Black
Mirror ein phantastisches und preisgekröntes Grusel-Adventure. NIBIRU
entpuppt sich im Vergleich zu Black Mirror eher als Mystery-Abenteuer und bezieht
seine Faszination hauptsächlich aus der spannend erzählten Hintergrundgeschichte. Obwohl
die Rätsel bisweilen zu offensichtliche Lösungsansätze bieten - Black Mirror
war hier deutlich kniffliger - kommt beim Spieler keine Langeweile auf. Dies ist
hauptsächlich der spannenden und fantasievollen Hauptgeschichte zu verdanken, die den
Spieler dazu motiviert, mit detektivischer Ausdauer allen gebotenen Hinweisen nachzugehen
um die Handlung voranzutreiben.

NIBIRU ist ein literarisch erzähltes Abenteuerspiel, dem jedoch
bei der gebotenen Rätselkost ein wenig die Luft auszugehen droht. Technisch gibt es so
gut wie nichts zu bemängeln. Die deutsche Sprachausgabe ist - wie von dtp gewohnt -
perfekt, die computerberechneten Hintergründe wunderschön und die Musik passend, aber
dezent. Wie aber auch schon in Black Mirror wirken einige Locations seltsam
statisch und leblos. |
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- Systemanforderung
- Pentium 3 800, 128 MB, Win98+

- Wertung

80%
Spielspaß

90%
Grafische Präsentation
- Geeignet für Gelegenheitsspieler
Gerd
Frey ALIEN CONTACT