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| Die »Nomadenseele« von
Eidos ist ein 3-D-Action-Adventure in der Tradition von Orwell und Huxley. In dem
beklemmenden Zukunftsszenario verschlägt es den Spieler in eine digitale Parallelwelt. In
der bizarren und düsteren Kulisse einer futuristischen High-Tech-Stadt schlüpft der
Spieler vorerst in den Körper eines Polizisten. Der Überwachungsstaat benutzt sein
Polizeisystem inklusive Wachroboter, um die staatliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die
Bevölkerung einzuschüchtern. Primäres Spielziel ist es, das diktatorische System zu
unterlaufen und eine politische Wende einzuleiten. Im Laufe der Handlung wechselt der
Spieler hierzu mehrmals seinen Wirtskörper. The Nomad Soul spielt sich die meiste Zeit über wie ein klassisches Adventure. Die Action-Abschnitte unterteilen sich in einen Shooting- und Fightingmodus und fügen sich nur schwierig in den sonstigen Spielablauf. Gerade die vereinzelten Prügelabschnitte wirken deplaziert und hemmen den Spielfluß. Grafisch ist das Spiel nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit. Gerade die Lichteffekte verblassen neben aktuellen 3-D-Games. Dennoch schafft es das Spiel durch geschickte Architektur der Levels, die mit Fahrzeugen und Passanten belebten Straßen und die Simulation von Tages- und Nachtwechseln eine überzeugende Illusion der Umwelt zu realisieren. Recht gelungen sind auch die 3-D-animierten Gesichter der Spielfiguren oder die metallisch glänzenden Oberflächen von Fahrzeugen. Ein weiteres Schmankerl für Musikliebhaber ist der Soundtrack von David (Starman) Bowie. Der Popkünstler ist außerdem in einem virtuellen Konzert zu erleben, wo es weitere Hörproben seiner aktuellen Produktionen zu erlauschen gibt. Trotz der etwas unglücklichem Genremixtur ist The Nomad Soul für Science-Fiction-Liebhaber oder Bowie-Fans ein äußerst interessantes Angebot. |
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