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Outcast

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Schon seit 1994 arbeiten Programmierer an dem anspruchsvollen Actionadventure Outcast. Sicherlich ein Grund, warum für die beeindruckenden 3-D-Landschaften keine Spiele-Engine auf Polygonbasis, sondern die etwas angestaubte Voxeltechnologie benutzt wird. Bei der Voxelumsetzung besteht die Umwelt aus unzähligen durchgehenden Linien, die eine Art 3-D-Matrix ergeben. Unschöne Nebeneffekte: 3-D-Grafikkarten werden nicht angesprochen, und mit steigender Auflösung (max. 512x384) gehen auch die Hardwareanforderungen steil nach oben. Für absolute Grafikpracht (höchste Auflösung, alle Details) sollte deshalb schon ein Pentium III auf dem Motherboard seine Arbeit verrichten.

Die Handlung von Outcast spielt in unmittelbarer Zukunft, im Jahr 2007. Wissenschaftlern ist es gelungen, neben unserer Welt ein Paralleluniversum nachzuweisen. Eine Sonde wird durch das Raum-Zeit-Gefüge geschossen, um an weitere Daten zu gelangen. In einem Doppelsternsystem entdecken die Sensoren den Planeten Adelphia, auf dem deutliche Anzeichen für intelligentes Leben auszumachen sind. Während die ersten Bilder dieser neuen Welt eintreffen, wird die Sonde durch einen Angriff beschädigt, und das manipulierte Raum-Zeit-Gefüge droht zusammenzubrechen.

Hier kommt Cutter Slade, die Hauptfigur von Outcast, ausgestattet mit der markanten deutschen Synchronstimme von Bruce Willis, zum Zug. Zusammen mit drei Wissenschaftlern wird er durch ein Dimensionstor nach Adelphia geschickt, um die Sonde aufzuspüren und wieder in Gang zu bringen. Doch als er nach dem Überwechseln von einer Welt zur anderen die Besinnung verliert und später in der Hütte eines Eingeborenen erwacht, fehlt von den anderen Wissenschaftlern jede Spur. Die langwierige Suche führt ihn durch fünf Kontinente (zum Teil auf originellen Reittieren der Aliens). Doch schnell muß Cutter Slade feststellen, daß nicht alle Bewohner Adelphias seinen Bemühungen wohlgesonnen sind.

Outcast ist das erste Spiel, das seine künstlichen Charaktere nicht mit stereotypen Tätigkeiten beschäftigt, sondern die Illusion einer fremden Kultur Wirklichkeit werden läßt. Ob es die mitteilungsbereiten Ureinwohner Adelphias oder die schußbereiten Wachen sind, immer verhalten sich die entsprechenden Figuren glaubhaft und realistisch.

Obwohl auf hardwareseitige 3-D-Beschleunigung völlig verzichtet wird, muß der Spieler Transparenz-, Blend-, Spiegel-, oder Lichteffekte nicht missen. Besonders anschauenswert sind die animierten Wasseroberflächen. Allein das Fehlen weichgezeichneter Texturen führt in niedriger Auflösung zu auffälligen und unschönen Pixelhaufen. Dafür wirkt die Landschaft weicher und organischer als die Umgebungen bei derzeitigen Referenzspielen auf Polygonbasis.

Durch die ausgezeichnete Spielgestaltung, die komplex designte Spielwelt und die verdammt clever agierenden künstlichen Charaktere bietet Outcast erstmals in der Geschichte des Computerspiels die Illusion einer lebendigen Fremdkultur. Bemerkenswert ist darüber hinaus die orchestrale Musikuntermalung, die speziell für Outcast komponiert wurde und während des Spielens fast ein Kinofeeling erzeugt.

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Systemanforderung
• P200, 32 MB, Win9x
Wertung
95% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

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