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| Um die Auswahl des
Studios, dass mit der Umsetzung seines monumentalen King Kong-Remakes
beauftragt werden sollte, kümmerte sich Computerspiele-Fan Peter Jackson
höchstpersönlich. Seine Wahl fiel auf den Entwickler Michel Ancel, dessen witziges und
unkonventionelles Action-Adventure Beyond Good & Evil Jackson selbst mit
großer Begeisterung gespielt hatte. Besonderes Augenmerk legte Jackson auf die Fähigkeit
des Entwicklers, eine Geschichte so zu erzählen, dass man von ihr wie von einem guten
Film gefesselt und beim Spielen Teil der virtuellen Welt wurde. Tatsächlich weist das
Computerspiel zu Peter Jacksons King Kong diese besonderen Eigenschaften
auf. Schon die Eröffnung reißt den Spieler mitten ins Geschehen hinein. In der Haut von Jack Driscoll erlebt man, wie die Filmcrew auf der düsteren und unheimlichen Skull Island strandet. Neben der stimmungsvollen 3D-Grafik mit eindrucksvollen Ozeanwellen, dem Hin- und Herschlagen des Bootes und der düsteren Inselkulisse im Hintergrund, trägt auch die Geräuschkulisse viel zum Spielerlebnis bei. Der Spieler erhält den Eindruck, dass die Welt, durch die er seine Figur bewegt, wirklich lebt. Er wird oft von den ablaufenden Ereignissen vorangetrieben und zum Handeln gezwungen. King Kong entwickelt dadurch ein enormes Tempo und erlaubt dem Spieler selten eine Verschnaufpause. In einigen Sequenzen kann der Spieler sogar in den riesigen und kraftstrotzenden Körper King Kongs schlüpfen. Das Spielerlebnis ist dabei ein völlig anderes. Während man als Jack schon mal das Weite sucht, um auf der gefahrvollen Insel zu überleben, fegt man als King Kong allein schon mit seinen riesigen Pranken die meisten Widersacher wie lästiges Ungeziefer beiseite.
Darüber hinaus bietet King Kong die vielen Kleinigkeiten, die »realistisches« Erleben bei einem Computerspiel ausmachen. So werden z.B. Grasbüschel niedergedrückt, wenn sich der Spieler durch den Dschungel kämpft. Außerdem bewegt man sich als Jack spürbar langsamer, sobald dieser durch hochstehendes Gras oder sumpfige Wasserflächen schreitet. Auch die unterschiedlichen Lichtverhältnisse wie die diffus durchs Blätterdach des feuchtschwülen Dschungels fächernden Sonnenstrahlen tragen viel zur Stimmung bei. Bedauerlicherweise sind die zu bewältigenden Rätsel recht eintönig (an einigen Stellen muss man beispielsweise nach einem Stück Holz suchen, um ein Tor öffnen zu können) und werden der sonstigen Präsentation nicht immer gerecht. King Kong ist eine fast rundum gelungene Filmadaption und dürfte Action-Fans und Kinoliebhaber gleichermaßen begeistern. |
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