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Prince of Persia: The Sands of Time

UbiSoft • 2003

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Viele erfahrene Computertspieler dürften sich noch gut an Prince of Persia 1 (1989) erinnern, das erste Action-Adventure mit Geschicklichkeitseinlagen. Das Spiel zeichnete sich durch die - für damalige Verhältnisse - anspruchsvolle Levelgestaltung und eine hervorragende Bewegungssimulation der Figuren aus. Weitere Besonderheiten waren das orientalische Flair der Umgebung und die hinterlistigen Fallen, mit denen sich der Prinz konfrontiert sah. Der zweite Teil (1993) setzte diese Traditionen fort, bot zudem eine komplexere Story und begehbare Außenareale. Das 1999 publizierte Spiel Prince of Persia 3D öffnete für den Prinzen den Weg in die dritte Dimension, enttäuschte aber durch eine umständliche Steuerung und die unbefriedigende technische Umsetzung. Später sicherte sich UbiSoft die Rechte am Titel und unternahm einen neuen Versuch, den Prinzen in die dritte Dimension zu katapultieren. Das Ergebnis ist geglückt, und mit The Sands of Time liegt wohl das bisher beste Prince of Persia-Spiel in den Händlerregealen.

Außer dem orientalischen Hintergrund hat die Geschichte jedoch nur wenig mit den älteren Teilen der Serie gemein. Das Spiel beginnt mit dem blutigen Feldzug eines persischen Königs gegen den Maharadscha von Indien. Während der Palast erobert wird, dringt der Sohn des Königs auf eigene Faust in das prachtvolle Anwesen und stiehlt den geheimnisvollen Dolch der Zeit. Doch statt seinen Triumph genießen zu können, wird er von einem bösartigen Wesir zu einer schrecklichen Dummheit verleitet: Der Prinz öffnet mit dem Dolch der Zeit die Magische Sanduhr in der sich der Sand der Zeit befindet. Dieser Sand verleiht seinem Besitzer jedoch keine Allmacht über die Zeit, sondern löst eine furchtbare Katastrophe aus. Jede Person, mit welcher der Sand in Berührung kommt, verwandelt sich in eine grauenerregende Bestie, die nur mit dem Dolch der Zeit getötet und von ihrem Leiden erlöst werden kann. Der Prinz flieht Hals über Kopf, denn durch den Besitz des Dolches wurde er von der Wirkung des Sandes verschont. Ebenfalls unversehrt ist Farah, die Tochter des Maharadschas. Um zu Überleben, gehen die beiden eine Zwangsgemeinschaft ein und versuchen den Wesir unschädlich zu machen und in den Besitz der Sanduhr zu gelangen.

Prince of Persia: The Sands of Time gelingt es, die Magie des Ursprungspiels erneut aufleben zu lassen, durch sinnvolle Erweiterungen zu verbessern und dabei technisch aktuellen Referenzen in nichts nachzustehen.

Die detaillierte Umgebung erscheint wie ein interactives 3D-Gemälde aus Tausendundeiner Nacht - voller Magie und Zauberei. Diffuse Lichter erhellen die märchenhaften Schauplätze, zarter Dunst schwebt über vielen Gängen und Plätzen. Auch die Steuerung des Prinzen gibt keinen Anlass zur Beanstandung. Nur wenige Tastatur- und Mauskommandos sind nötig, um ihn virtuos durch die verzwicktesten Levelabschnitte zu bewegen. Zu seinen besonderen Begabungen zählt dabei, dass er vertikale und horizontale Wände entlanglaufen, sich von einer Stange zur nächsten schwingen oder Säulen hinaufklettern kann. Seine wohl bemerkenswerteste Fähigkeit verleiht ihm jedoch der Dolch der Zeit. Sofern genügend Sand der Zeit zur Verfügung steht, ist er mit seiner Hilfe in der Lage, die Zeit um einige Sekunden zurückzudrehen und Fehltritte ungeschehen zu machen.

Als einzigen ernstzunehmenden Schwachpunkt in Prince of Persia: The Sands of Time könnte man vielleicht die mitunter recht schwierigen Kampfsequenzen bezeichnen. Doch dank fair gesetzter Speicherpunkte dürften diese auch für Gelegenheitsspieler keine unüberwindbare Hürde darstellen.

Systemanforderung
• Pentium 3 800, 256MB, Win98+ Bestellen
• PlayStation2 Bestellen
• Game Boy Advance Bestellen
Wertung
100% • Spielspaß
Zubehör
• Lösungsbuch Bestellen
Siehe auch
Prince of Persia: Warrior Within (UbiSoft • 2004)

Gerd FreyALIEN CONTACT

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