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Republik: The Revolution

Eidos • 2003

Science Fiction > Alien Contact
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In dem kleinen Land Novistrana, einer fiktiven Teilrepublik der ehemaligen Sowjetunion, leben die Menschen unter unerträglichen Bedingungen. Das Volk wird von einer gnadenlosen Diktatur geknechtet, und kritisch denkende Zeitgenossen nimmt die allgegenwärtige Geheimpolizei auf offener Straße fest. Die männliche Hauptfigur in Republik machte bereits als Kind unangenehme Erfahrungen mit den staatlichen Ordnungskräften - seine Eltern wurden von der Geheimpolizei verhaftet und verschwanden von der Bildfläche. Dieses Verbrechen hat sich tief in seine Seele gebrannt und nährt in ihm den Hass gegen das totalitäre Regime des Landes. Als der ehemalige Chef des Geheimdienstes zum Präsidenten ernannt wird und die ohnehin dürftigen Ressourcen des Landes für sein ausschweifendes Luxusleben verschwendet, ist der richtige Zeitpunkt für eine Revolution gekommen.

In Republik hat der Spieler die Aufgabe, eine solche Revolution anzuzetteln, die diktatorischen Machtzentren zu unterwandern und das Volk von seinen Ideen zu begeistern. Um seinen politischen Aufstieg voranzutreiben, stehen dem Spieler eine ganze Reihe von Handlungsoptionen offen. Zuerst muss er Gleichgesinnte für sich gewinnen, um von einer breiteren personellen Basis aus operieren zu können. Danach gilt es, funktionierende Konzepte für einen effektiven politischen Widerstandskampf zu entwickeln. Dabei stehen neben legalen Aktionsmöglichkeiten auch unfeinere Vorgehensweisen wie Erpressung, Bestechung oder sogar Mord zur Verfügung.

Obwohl sich das Spielkonzept recht viel versprechend anhört, verschenkt Republik: The Revolution leider ein Großteil seines Potenzials. Ein gutes Beispiel hierfür ist die leistungsstarke 3D-Engine, die zwar schick anzusehen ist, aber nur halbherzig ins Spielgeschehen integriert wurde. So führt der Spieler seine Aktionen fast ausschließlich von einer unspektakulären 2D-Ansicht mit dem Charme einer Buchhaltungssoftware aus, anstatt seine Helden durch die vorhandenen 3D-Schauplätze zu steuern. In der 3D-Ansicht ist der Spieler zum reinen Zuschauer degradiert, dessen Eingriffsmöglichkeiten sich auf die Positionierung der virtuellen Beobachterkamera beschränken.

Republik: The Revolution unterscheidet sich dabei nur unwesentlich von ähnlich gelagerten Games wie Pizza Connection oder Der Clou. Darüber hinaus ist der eigentliche Spielablauf wenig intuitiv und bedarf einer ausführlichen Handbuchlektüre. Erst nach einer längeren Einspielphase entwickelt Republik: The Revolution etwas von seinem durchaus vorhandenem Charme und schafft es, den Spieler für den Protagonisten und die Hintergrundgeschichte zu interessieren.

Systemanforderung
• Pentium 3 800, 256MB, Win98+ Bestellen
Wertung
70% • Spielspaß

Gerd FreyALIEN CONTACT

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