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Scrapland

Deep Silver • 2005 • Action-Adventure

Science Fiction > Alien Contact
Computerspiele
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Scrapland gehört zu jenen Computergames, von denen man, hat man sie einmal begonnen, nicht mehr die Finger lassen kann. Das Spiel versetzt den Spieler in eine knallbunte Science-Fiction-Comic-Welt, in der Roboter die von Menschen Zugrunde gerichtete Erde bewohnen. In der Stadt Kimera leben die unterschiedlichsten Robotertypen relativ friedlich nebeneinander her. Kommt dennoch ein Roboter zu Schaden, kann er mit Hilfe der Großen Datenbank, in dem seine Matrix gespeichert wurde, wieder ins Leben zurückgeholt werden.

Die Spielwelt von Scrapland ist in vier große Außenweltgebiete und sechs weitläufige Gebäudebereiche untergliedert. Die Außenbereiche - ein Gemisch aus futuristischer Großstadt, Schrottplatz und Industrieviertel - bereist man mit einem selbst konstruierten Raumschiff, dass man im Laufe der Handlung immer weiter aufrüsten, oder gegen ein besseres Schiff tauschen kann. In den Gebäudekomplexen ist der Spieler dagegen zu Fuß unterwegs. Ballerfreudige Spieler können besonders während der Flugsequenzen ihrer Vorliebe frönen.

In der Spielgeschichte schlüpft man in die Blechhaut von D-Tritus, der als blutiger Neuling in Scrapland eintrifft. Ihm wird gleich zu Beginn ein Job als Reporter zugewiesen. Mit einem einfachen Raumschiff macht er sich auf den Weg, seine erste Mission - ein Interview mit dem Erzbischof von Kimera zu führen - zu erledigen. Doch noch bevor er seinen Auftrag abschließen kann, wird der Erzbischof aus mysteriöse Weise ermordet und gleichzeitig seine Matrix aus der Großen Datenbank gestohlen. Er kann daher nicht wiederhergestellt werden.

Als D-Tritus damit beginnt, sich intensiver mit dem Fall zu beschäftigen, trifft er auf unerwarteten Widerstand. Ihm wird angeraten, die Finger von dem Fall zu lassen, da er sich sonst selbst in Gefahr begeben würde. D-Tritus lässt sich so einfach nicht einschüchtern - schließlich ist er ein Überlebenskünstler - und konzentriert seine gesamten Energien auf eine Auflösung der grausamen Tat. Zu den weiteren besonderen Fähigkeiten von D-Tritus gehört die Begabung, sich mit Hilfe der Großen Datenbank in fast jeden im Spiel vorkommenden Roboter zu verwandeln. Nur auf diese Weise ist es ihm möglich, bestimmte Spielaufgaben zu lösen.

Nicht nur Spielgeschichte und Handhabung von Scapland überzeugen, auch die Grafik gehört zum Besten, das es auf dem Markt derzeitig zu sehen gibt. Die Außenbereiche der Spielwelt pulsieren vor Leben. Unzählige Raumschiffe jagen an den, mit glühenden Lichtern und holografischer Werbung zugepflasterten, Häuserfassaden entlang. Die Triebwerke des eigenen Raumschiffes erzeugen Hitzeflimmern und Blitze wandern an riesigen Generatoranlagen entlang. Die Innenbereiche dagegen erinnern zum Teil an Tron 2.0, die Computerspielumsetzung des ersten filmischen Cyberspaceabenteuers. Hier ließen sich die Leveldesigner eine Menge grafischer Effekte und architektonischer Gags einfallen. Der Spieler entdeckt erst nach und nach die vielen liebevollen Kleinigkeiten in der Spielumgebung. So sind es auch die einzelnen Roboter mit bewegter Mimik und skurriler Gestaltung (wie die Heftmaschine, die in völlig papierfreien Büros auf der Suche nach Arbeit ist), die den Charme des Spiels ausmachen.

Scrapland ist ein erfrischend anderes Action-Adventure und bietet wegen seiner humorvollen Spielgeschichte, einer Unzahl an Nebenhandlungen und einem gut ausbalancierten Multiplayermodus für sehr viele Stunden Spielvergnügen.

Weniger gelungen als der Rest des Spiels ist die deutsche Sprachausgabe. Hier werden zu viele Figuren von den selben Sprechern synchronisiert und so mancher Dialog wirkt lieblos dahingeschludert.

Systemanforderung
• Pentium 3 1000, 256 MB, Win98+ Bestellen
• xBox Bestellen
Wertung
90% • Spielspaß
90% • Grafische Präsentation
• Geeignet für Gelegenheitsspieler

Gerd FreyALIEN CONTACT

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