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| Man mag davon halten was
man will, aber Big Brother und Co bestimmen die Medienlandschaft wie nie zuvor.
Der Blick über den Gartenzaun oder hinter die Tür des Nachbarn scheint auf viele
Menschen eine immense Faszination auszuüben. Das Computerspiel Die Sims setzt genau hier an und ermöglicht dem Spieler nicht nur den Blick hinter die Haustür des Nachbarn, sondern übergibt ihm die gesamte Verantwortung über seine Sim-Familie(n). Das fängt bei der Wohnungseinrichtung an, geht über den Aufbau der beruflichen Karriere, bis hin zur Pflege und Betreuung des Nachwuchses. Bei Die Sims gibt es kein festgeschriebenes Spielziel, es sei denn, der Spieler setzt sich selbst eins. So kann man versuchen, auf ganz unterschiedliche Art und Weise Karriere zu machen. Ein beruflicher Werdegang zum Bürgermeister ist genauso möglich wie der rücksichtslose und nicht ganz legale Aufstieg zum Gangsterboß. Hinzu kommt eine Fülle spielrelevanter Details (z. B. stehen über 150 Objekte zum Einrichten der eigenen Wohnung zur Verfügung), die Die Sims zu einem komplexen und abwechslungsreichen Spiel machen. In einer isometrischen Ansicht kann der Spieler so gut wie alles kontrollieren oder manipulieren. Das erfordert natürlich Aufmerksamkeit, sonst verwahrlost die Wohnung, Freunde wenden sich ab, oder man wird gefeuert. Vielleicht hätten die Spieldesigner manches automatisieren können z. B. das lästige Herausbringen des Mülleimers dies ginge aber auf Kosten der liebevollen Details. Um die Spielszenerie lebendig zu gestalten, wurden fast alle Aktivitäten der Sim-Familien animiert. Nur einige pikante Kleinigkeiten bleiben dem Spieler vorenthalten. Die Sims ist eine anspruchsvolle, völlig gewaltfreie Simulation des sozialen Miteinanders mit ausgezeichneter Spielbarkeit und einem hohen Motivationsfaktor, die sogar Spieler begeistert, die vor Sims sonst eher zurückschrecken. |
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