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Obwohl SpellForce primär als Rollenspiel angelegt ist,
beinhaltet es stark ausgeprägte Elemente aus anderen Genres. Ähnlich wie in der kultigen
Computerspielserie Die Siedler, muss
man mit den über ein Monument herbeizurufenden Arbeitern Ansiedlungen aus verschiedenen
Gebäuden errichten, Nahrungsmittel produzieren und eine ganze Handvoll unterschiedlicher
Ressourcen abbauen. Hat man ausreichend Vorräte angelegt, ist es möglich, Zauberer oder
Krieger zu erschaffen. Diese Einheiten kann man wie in einem Strategiespiel verwalten, zu
Gruppen zusammenschließen und verschiedenen Aufgaben zuweisen.Die Charakter-Entwicklung des Haupthelden ist dagegen Rollenspiel-typisch. Zum einen kann man einen vorgefertigten Charakter verwenden, bei dem man nur noch ein paar Punkte auf die vorgegebenen Eigenschaftswerte verteilen braucht, zum anderen kann man eine komplett neue Figur entwerfen. Zur Auswahl stehen Charaktere aus sechs verschiedenen Völkern (Menschen, Elfen, Zwerge, Dunkelelfen, Trolle oder Orks) mit den individuellen Fähigkeiten und Eigenschaften. Selbstverständlich gibt es in SpellForce auch Händler, die die verschiedensten Waren feilbieten, mächtige Magier, Ork-Armeen und viele ungelöste Quests. Trotz der großen Optionsvielfalt ähnelt sich der eigentliche Spielablauf innerhalb der einzelnen Missionen. Zuerst übernimmt der Avatar (der vom Spieler gesteuerte Runenkrieger) das Monument eines der SpellForce-Völker und kann dann - die dafür notwendige Rune vorausgesetzt - Arbeiter erschaffen. Mit den Arbeitern lassen sich erste Gebäude errichten (Wohnhäuser, Jagdhütten, Minen, Schmelzen usw.) und Ressourcen abbauen. Mit einem Teil der errichteten Gebäude eröffnen sich neue Optionsmöglichkeiten, und es lassen sich Krieger, Magier und weitere Einheiten produzieren. Jetzt ist der Spieler in der Lage, ganze Armeen zu erschaffen und die Landstriche vom Bösen zu befreien. Ist dies vollbracht, steht der Weg zu einem neuen Portal offen, über das man eine neue Umgebung betreten kann.
In der Hintergrundgeschichte geht es um den ewigen Kampf Gut gegen Böse. Die ehemals von mächtigen Magiern beschworene dunkle Magie ist außer Kontrolle geraten und hat einen großen Teil der Welt verwüstet. Nur wenige unversehrte Landstriche sind übrig geblieben, werden jedoch von einer neuen Macht bedroht. Gelingt es nicht, diese neue Gefahr zurückzuschlagen, würde dies das Ende für die unabhängigen Völker von SpellForce bedeuten. Grafisch basiert SpellForce auf der Krass-Engine, mit der auch schon das spannende Science-Fiction-Unterwasserabenteuer Aquanox 2 umgesetzt wurde. Die Welt von SpellForce macht einen farbenfrohen und lebendigen Eindruck und begeistert durch spektakuläre Zaubereffekte, eine riesige Welt mit Wäldern, Seen und Bergen und einem ausgezeichnet simulierten Tages- und Nachtwechsel, bei dem sich sogar die Schatten dem Lauf der Sonne entsprechend bewegen. Zudem strahlt SpellForce durch die bombastische Musik, die Art der Präsentation und die Massenschlachten ein intensives Herr der Ringe-Flair aus. Spielerisch und grafisch lässt sich an SpellForce nur wenig aussetzen. Das Spiel findet somit seinen Platz unter den Referenztiteln des Genres. |
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