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| Das Action-Adventure Splinter
Cell ist eine gezielte Weiterentwicklung solcher Defensiv-Spiele wie Dark Project oder Hitman 2. Statt mit
gezogenen Waffen den Level leerzuschießen, ist unauffälliges Vorgehen gefragt. In Splinter
Cell schlüpft man dazu in die Rolle des Geheimagenten Sam Fisher. Sam arbeitet für
die Third Echelon, eine Organisation, die es offiziell gar nicht gibt und über deren
Machenschaften selbst der Geheimdienst nicht informiert ist. Als in Georgien der Kontakt
zu zwei CIA-Agenten abbricht, wird Sam Fisher aktiviert. Leider kann Sam nur noch deren
Leichen ausfindig machen. Die mysteriösen Morde führen auf eine neue heiße Spur, die
bis in die Weltpolitik hineinreicht. Um auf seinen Missionen bestehen zu können, besitzt Sam hochentwickelte Spionagetechnik. Er ist mit einem Restlichtverstärker und einer Wärmekamera ausgerüstet. Mit einem Spezialmikrofon kann er weit entfernte Gespräche belauschen, während er mit einer optischen Vorrichtung unter Türen hindurchschauen kann. Außerdem kann er mit einem Dietrich die meisten Türschlösser knacken. Bei seinen Aufträgen ist Sam oft im Dunkeln unterwegs. Ein Balken am Bildschirmrand gibt darüber Auskunft, ob sich Sam unauffällig durch die Dunkelheit bewegt oder Gefahr läuft, die Aufmerksamkeit der Wachen zu erregen. Um sich mit der notwendigen Diskretion durchs Gelände zu bewegen, kann Sam in aufrechter oder gebückter Haltung schleichen, sich an Vorsprüngen und Rohren entlanghangeln oder gespannte Kabel und Seile für den Wechsel von einem Gebäude zum anderen nutzen. Den Entwicklern von Splinter Cell gelang es trotz komplexer Spielabläufe, eine eingängige und auf wenige Tasten beschränkte Spielsteuerung zu realisieren. Auch grafisch macht das auf der Unreal-2-Engine basierende Spiel eine ausgezeichnete Figur. Gerade die Lichteffekte (z. B. Sonnenlicht, das durch die Spalten einer Jalousie fächert) verleihen dem Spiel eine ganz eigene Note. Hier kommen moderne Direct-X-8-Funktionen wie Pixelshader zum Einsatz, die jedoch nur mit einer Direct-X-8-fähigen Grafikkarte in dieser Qualität wiedergegeben werden können.
Während seiner Missionen gelangt Sam in stark bewachte Militärkomplexe, auf eine Ölplattform oder in abgeschirmte Privatgemächer. Mittels erbeuteter Informationen (z.B. Speicherchips aus Computern) oder per Funk aktualisierter Missionen wird der Spieler beständig in das abwechslungsreiche Geschehen eingebunden. Und die Hauptfigur Sam Fisher ist keinesfalls ein gesichtsloser Protagonist, sondern ein markanter Charakter, den man sich gut in einem packenden Agentenfilm vorstellen könnte. Kleinere Schwächen zeigt Splinter Cell in der Hardwarekompatibilität. Schaltet man im Grafikkartenmenü Antialiasing ein, schimmern plötzlich die leuchtenden Fensterfassaden und sämtliche Lichtquellen durch eigentlich massive Wände hindurch. Außerdem neigt das Spiel (hauptsächlich unter GeForce-Karten) an einige Stellen zu unschönem Texturflimmern. Von diesen technischen Macken abgesehen ist Splinter Cell das derzeit wohl spannendste und grafisch anspruchsvollste Agenten-Spiel auf dem Markt. |
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