| Die Geschichte von Stirb langsam (Die
Hard USA 1987) dürfte den meisten Filmfans noch gut in Erinnerung sein.
Während Terroristen ein ganzes Firmenhochhaus in ihre Gewalt bringen und hochgestellte
Firmenmitglieder kidnappen, um an millionenschwere Wertpapiere zu gelangen, gelingt dem
Wachpolizisten John McClane, gespielt von Bruce Willis, die Flucht. Er
schafft es, sich im verschachtelten Gebäude zu verstecken. Da sich auch seine Frau unter
den Geiseln befindet, nimmt McClane den ungleichen Kampf gegen die schießwütigen
Terroristen auf. Die Spielumsetzung von Stirb langsam orientiert sich nah an
der Filmhandlung und den Originalschauplätzen des Action-Spektakels. Natürlich trifft
man im Spiel auf deutlich mehr Terroristen, und es gibt zusätzliche Handlungsstränge,
die das Spiel von der Filmvorlage unterscheiden. Stirb langsam: Nakatomi Plaza
versteht sich als reinrassiges Shooting-Game aus der Ego-Perspektive, in dem
anspruchsvollere Rätsel nicht zu finden sind. Dafür sind schnelle Reflexe und guter
Orientierungssinn gefragt.

Für die grafische Umsetzung griffen die Entwickler auf die erprobte Lithtech-Engine (Aliens
vs Predator, No One Lives Forever)
zurück. Trotz dieser eigentlich recht leistungsstarken 3D-Engine wirken viele
Schauplätze farblos und stereotyp. Auch die Steuerung des Spielcharakters macht einen
trägen und leicht unbeholfenen Eindruck. Trotz dieser Mängel ist Stirb langsam:
Nakatomi Plaza ein spannendes Action-Spiel, das besonders durch die deutsche
Synchronstimme von Bruce Willis etwas von der Grundstimmung des Films in das Spiel zu
retten vermag. Eine Besonderheit, die Stirb langsam: Nakatomi Plaza von anderen
3D-Shootern unterscheidet, ist die stärkere Einbeziehung von realistischen
Spielelementen. Zwei, drei Schüsse aus einem Revolver genügen meist schon, um das Leben
des Spielhelden zu beenden. Zudem scheint McClane unter einer Raucherlunge zu leiden.
Schon ein etwas längerer Sprint läßt ihn erschöpft innehalten und sekundenlang nach
Luft schnappen. |
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